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Messerattacke am Alexanderplatz: Polizei nimmt Verdächtige fest

Zielfahnder der Polizei haben zwei mutmaßliche Messerstecher festgenommen. Die beiden Männer im Alter von 22 und 26 Jahren sind dringend verdächtig, am frühen Morgen des 4. März einen 29-Jährigen durch Messerstiche in den Oberkörper lebensgefährlich verletzt zu haben, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Im U-Bahnhof Alexanderplatz im Ortsteil Mitte war es zu einem Streit gekommen. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes hörten Schreie und eilten zum Tatort auf einem Zwischengeschoss des Bahnhofes. Dort fanden sie das blutüberströmte Opfer. Der 29-Jährige musste notoperiert werden. Gegen die Tatverdächtigen wurden Haftbefehle wegen versuchten Totschlags erlassen.dapd

Islamistische Kampflieder

für militanten Dschihad indiziert

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien hat auf Anregung des Berliner Verfassungsschutzes drei Kampflieder, so genannte Naschids, des Islamisten Denis Cuspert indiziert. Der Berliner wurde einst als Gangster-Rapper „Deso Dogg“ bekannt und hat sich inzwischen dem Teil der Salafistenszene zugewandt, der den bewaffneten Kampf propagiert. Seit Ende 2010 veröffentlichte Cuspert ein Dutzend Naschids, die in Form von Audio- und Videodateien im Internet verbreitet werden. Diese in Deutschland produzierten und verbreiteten Naschids erklären den militanten Dschihad zu einem untrennbaren Bestandteil muslimischer Glaubenspraxis. In den Liedern werden junge Muslime aufgefordert, sich am Dschihad zu beteiligen. Außerdem wird der „Märtyrertod“ verherrlicht. fan

Musiklehrer protestieren in Mitte gegen niedrige Honorare

An diesem Donnerstag wollen Musikschullehrer ab 8 Uhr 30 vor dem Roten Rathaus demonstrieren. Im Rathaus wird der Rat der Bezirksbürgermeister über die Ausführungsvorschriften über die Honorare der Berliner Musikschulen und den dazugehörigen Dienstvertrag beraten. Unter anderem die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, die viele Berliner Musiklehrer vertritt, befürchtet, dass sich die Bürgermeister auf die bisher geplanten Honorare einigen könnten. Dies würde laut Verdi massive Einkommensverluste zur Folge haben, weil etwa keine Ausfallhonorare mehr vorgesehen seien, wenn ein Schüler nicht zum Unterricht erscheine. Verdi fordert den Rat der Bürgermeister auf, dem Vorschlag nicht zuzustimmen und fordert vom Berliner Senat, die bezirklichen Musikschullehrer künftig fest anzustellen. hah

Linke Parteijugend ohne Fördergeld – andere bekamen es zu Unrecht

Die Jugendorganisation der Partei „Die Linke“ hat keinen Anspruch auf staatliche Förderung – aber aus einem anderen Grund als angenommen. Das Bundesjugendministerium hatte den Jugendorganisationen der CDU, der CSU und der SPD für das Jahr 2006 jeweils rund 300 000 Euro und denen der FDP und von Bündnis 90/Die Grünen jeweils rund 100 000 Euro gezahlt. Die Organisation der Linken bekam hingegen kein Geld, weil sie „nicht die Gewähr für eine den Zielen des Grundgesetzes förderliche Arbeit biete“. Dagegen hatte die Organisation geklagt und vor dem Verwaltungsgericht erstritten, dass ihr Antrag neu beschieden werden müsse. Das Oberverwaltungsgericht änderte dieses Urteil nun und wies die Klage ab – aber nicht wegen Bedenken hinsichtlich der Verfassungstreue der Linken, sondern weil das Haushaltsgesetz des Bundes von 2006 als Rechtsgrundlage nicht ausreichend war. Daraus folgt außerdem laut Gericht: Die Zuwendungen an die oben genannten Jugendorganisationen der anderen Parteien waren rechtswidrig. fk

16-jähriger Räuber verhaftet: Er soll

Kassiererin mit Waffe bedroht haben

Polizeibeamte der Direktion 5 verhafteten am Mittwoch in Neukölln einen gesuchten Räuber. Gegen den 16-Jährigen war auf Antrag der Staatsanwaltschaft Berlin Haftbefehl erlassen worden. Er steht unter dringendem Verdacht, am 20. Dezember vergangenen Jahres ein Geschäft in der Neuköllner Hermannstraße betreten und die Kassiererin mit Waffengewalt zur Herausgabe ihrer Tageseinnahmen gezwungen zu haben. Bei der Wohnungsdurchsuchung des 16-Jährigen stellten die Beamten Beweismittel sicher und beschlagnahmten einen größeren Geldbetrag. das

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