NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Verdi droht mit neuen Streiks

auf Berliner Flughäfen



Auf Berliner Flughäfen drohen wieder Streiks des Bodenpersonals. Am Donnerstag hat die Gewerkschaft Verdi erneut für die Beschäftigten des Flughafendienstleisters Globe Ground eine Lohnerhöhung von 1,9 Prozent gefordert. „Sollte die Arbeitgeberseite dieses Angebot ablehnen, erwägen wir wieder Streiks“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Jens Gröger. Zunächst will sich die Gewerkschaft jedoch bei Betriebsversammlungen ein Stimmungsbild einholen. Zuletzt hat das Bodenpersonal in Schönefeld und Tegel Anfang März gestreikt. dapd

Falsche Abrechnungen:

Auch Charité-Arzt unter Verdacht

Möglicherweise sind auch an der Charité medizinische Leistungen falsch abgerechnet worden. Im Visier der Behörden sei ein Arzt, der erbrachte Leistungen womöglich nicht korrekt abgerechnet habe, hieß es aus Justizkreisen. Wie an anderen Berliner Kliniken geht es demnach um einen Arzt, der an einem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) der Uniklinik arbeitet. Seit es Razzien bei den Kliniken der Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes und der privaten Helios-Kette 2010 gegeben hatte, waren immer wieder Gerüchte aufgekommen, wonach auch an der Charité ärztliche Behandlungen abgerechnet worden seien, obwohl sie nicht von den dafür zuständigen Medizinern erbracht worden sind. Die Charité hatte dem Tagesspiegel mitgeteilt, dass seit der Gründung ihrer ambulanten Gesundheitszentren umfangreiche Regelungen getroffen worden seien, um korrekte Abrechnungen sicher zu stellen. Eine interne Prüfung 2011 hat keine Auffälligkeiten ergeben, teilte die Charité mit. Trotzdem habe man eine externe Überprüfung durch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt, um sicher zu gehen. Jeder in den MVZ tätige Kassenarzt werde rückwirkend für 2010 und 2011 geprüft. Der Abschlussbericht soll demnächst vorliegen. hah



Kein Bundespressestrand

in diesem Sommer

Keine Gemütlichkeit in langen Reihen von Liegestühlen an der Spree: Der Bundespressestrand fällt in diesem Jahr aus. Der Antrag für die Anmietung eines Geländes in Alt-Moabit wurde von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben wegen Sicherheitsbedenken des Kanzleramts und des Innenministeriums abgelehnt, wie die Betreiberin des bisherigen Pressestrandes Johanna Ismayr am Donnerstag mitteilte. Das populäre Freiluftlokal am Spreeufer des Regierungsviertels hatte im Herbst seinen Standort am Kapelle-Ufer in Mitte räumen müssen, da dort das Bundesbildungsministerium entsteht. dapd

Haft und Sicherungsverwahrung

für 40-jährigen Gewalttäter

Der 40-jährige Gewalttäter Gerrit S. wurde nur ein halbes Jahr nach der letzten Haftentlassung rückfällig. Er habe seine damalige Lebensgefährtin vergewaltigt und mehrfach geschlagen, urteilte am Donnerstag das Landgericht. Gegen den Türsteher S. ergingen vier Jahre und drei Monate Gefängnis. Wegen seiner Gefährlichkeit sei zudem Sicherungsverwahrung anzuordnen, entschieden die Richter. Gerrit S. ist wegen Drogenhandels, Körperverletzung und sexuellen Missbrauchs vorbestraft. „Er ist mit wachsender Intensität rückfällig geworden“, hieß es im Urteil. Ende 2008 kam er nach dreijähriger Haft frei. Im Frühjahr des Jahres 2009 soll er seine damals 32-jährige Freundin vergewaltigt haben. Die Frau habe aus Angst zunächst keine Anzeige erstattet. K.G.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen

Betrugsvorwürfen bei der Pflege

Die Betrugsvorwürfe gegen ambulante Pflegedienste in Berlin beschäftigen die Staatsanwaltschaft. Derzeit seien dort 30 Verfahren aus fünf Bezirken anhängig, sagte Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) am Donnerstag im Abgeordnetenhaus. Bei jeder zweiten der von den fünf Bezirken untersuchten Akten seien Unregelmäßigkeiten festgestellt worden. In Mitte und Neukölln war laut Czaja nicht eine einzige der untersuchten Akten fehlerfrei. Nach Einschätzung des Senats soll in Berlin jeder dritte der 560 Dienste Abrechnungsbetrug begehen. dapd

Polizei sattelt wieder um

von Moto Guzzi auf BMW

Sie vibriert, schüttelt sich, und gibt man Gas, geht ein kräftiger Ruck durch die Moto Guzzi 850 Norge. 35 neue Guzzis kamen vor knapp drei Jahren in den Fuhrpark der Berliner Polizei. Jetzt sattelt die Polizei wieder um auf BMW. In der kommenden Woche übergibt das Spandauer Motorradwerk 20 R 900 RT-Modelle. BMW-Werksleiter Hermann Bohrer freut sich über das „neu gewonnene Vertrauen der Berliner Polizei.“. BMW hatte eine europaweite Ausschreibung für Behördenfahrzeuge gewonnen. Das Angebot des bayerischen Automobilherstellers lag nach Tagesspiegel-Informationen bei 365 000 Euro. Vor drei Jahren gewann Piaggio, zu dem Guzzi gehört, sehr zum Ärger von BMW eine Ausschreibung. Doch die 200 Mitglieder der Berliner Polizei- Motorradstaffel hatten mit den italienischen Modellen wenig Freude. sib

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