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Zwölfjährigen missbraucht:

Dreieinhalb Jahre Haft



Der Sexualtäter schlich sich als Freund und Helfer in das Leben seines Opfers: Udo R. hatte zwei Jahre lang einen anfangs zwölfjährigen Jungen missbraucht. Vor dem Landgericht gab der 46-Jährige am Freitag zwölf Übergriffe von Oktober 2002 bis Juli 2004 zu. Wegen schweren sexuellen Missbrauchs wurde R., der im Jahr 2006 in Neukölln einen Verein zur Unterstützung von sozial benachteiligten Kindern gegründet hatte, zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Der pädophile Mann hatte den Jungen bei sich aufgenommen, als dessen Mutter eine Gefängnisstrafe verbüßen musste. Er beschenkte ihn und fuhr mit ihm in den Urlaub. „Hinterhältig schlich er sich an ein Kind, das dringend Zuwendung brauchte“, hieß es im Plädoyer des Staatsanwalts. Zu den Taten kam es in der Wohnung des gelernten Schlossers. Udo R. ist mehrfach vorbestraft, aber nicht als Sexualtäter. Er war nach einer Verurteilung zu drei Jahren Haft wegen Betruges Freigänger, als er den Jungen anfasste. K.G.

Gewerbe protestiert gegen

Taxizuschlag am neuen Flughafen

In Tegel sind es 50 Cent, am neuen Flughafen in Schönefeld erhöht sich bei Taxifahrten vom Flughafen weg die Gebühr auf 1,50 Euro, die auf den Fahrpreis umgelegt wird. Das Gewerbe lehnt diese Zahlung einhellig ab und kündigte am Freitag Proteste bis zu einem Boykott und Klagen an. Die Taxiorganisationen befürchten, dass Fahrgäste wegen der hohen Preise auf Bahnen und Busse ausweichen. Flughafensprecher Leif Erichsen begründete die Gebühr mit der Infrastruktur für Taxifahrer, die es am künftigen Flughafen gebe. Dazu gehörten unter anderem ein Kiosk und ein Aufenthaltsraum. Zudem solle eine vorgegebene Qualität gesichert werden. Zuschlagsfrei bleiben Fahrten zum Flughafen. Nach derzeitigem Stand sind Fahrten vom Flughafen nach Berlin ohnehin bereits teurer als die Hinfahrt, weil für abfahrende Taxis der höhere Brandenburger Tarif gelten soll. Geplant ist, die Preise anzugleichen. kt

Ärzte der DRK-Kliniken erhalten

ab sofort mehr Gehalt

Die Ärzte der DRK-Kliniken bekommen zum 1. April eine Gehaltserhöhung von 2,5 Prozent und weitere 2,0 Prozent ab Januar 2013, wie die Kliniken am Freitag mitteilten. Außerdem steigen die Zuschläge für Nachtarbeit. Darauf hätten sich die Kliniken und der Marburger Bund geeinigt. Die Gremien der Tarifpartner müssten jedoch noch zustimmen. Auch die Gehälter für die Ärzte der Charité steigen – rückwirkend ab 1. Januar um 2,5 Prozent. dapd

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