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Gesundheitssenator Czaja

gegen Abschaffung der Babyklappen



Berlins Senator für Gesundheit und Soziales, Mario Czaja (CDU), hat sich am Freitag gegen ein Verbot von anonymen Geburten und für die Erhaltung der Babyklappen ausgesprochen. Er besuchte am Zehlendorfer Krankenhaus Waldfriede die „Babywiege“, in der seit etwa zehn Jahren mehr als 20 Kinder abgelegt wurden. Czaja sagte, durch die insgesamt vier Babyklappen sei möglicherweise verhindert worden, dass Neugeborene getötet wurden. Die rechtlichen Bedenken kenne er wohl, aber: „Das darf nicht dazu führen, dass solche Angebote abgeschafft werden.“ Ähnliches gelte für die Möglichkeit der anonymen Geburt, die nach Plänen von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) verboten und durch eine „vertrauliche Geburt“ ersetzt werden soll. Er befürchte, dass Frauen, die sich in auswegloser Lage wähnten, nur durch die Möglichkeit, anonym bleiben zu können, erreicht würden. Erst dann könne sich Vertrauen herausbilden. Die Initiatorin der „Babywiege“, Gabriele Stangl, und der Ärztliche Direktor des Krankenhauses Waldfriede, Ingo Leister, bestätigten dies. So hätten sich 95 Prozent der Frauen, die im Krankenhaus Waldfriede erst anonym gebären wollten, dann doch noch anders entschieden. das

Vivantes erteilt Chefärztin

nach Kündigung Hausverbot

Einer der bekanntesten Chefärztinnen Berlins, Karin Büttner-Janz, wurde vom landeseigenen Klinikkonzern Vivantes fristlos gekündigt. Außerdem erteilte ihr das Unternehmen ein sofortiges Hausverbot. Büttner-Janz war zuvor mehr als 20 Jahre lang Chefärztin der Orthopädie im Krankenhaus Friedrichshain und hatte auch die gleiche Abteilung im Krankenhaus Am Urban in Kreuzberg geleitet. Das Kündigungsschreiben enthalte keinerlei Begründung für diesen Schritt, sagte Büttner-Janz dem Tagesspiegel. Sie gehe gegen die Entlassung arbeitsrechtlich vor mit dem Ziel der Wiedereinstellung in ihre bisherigen Funktionen. Zu den Hintergründen will der Klinikkonzern keine Angaben machen. „Zu personalrechtlichen Fragen äußern wir uns grundsätzlich nicht“, sagt Vivantes-Sprecherin Kristina Tschenett. Dem Vernehmen nach soll das Vertrauensverhältnis zwischen der Konzernleitung und der Chefärztin zerrüttet gewesen sein. I.B.

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