NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Brandenburg will nur hohe Beamte

auf Stasitätigkeit überprüfen

Potsdam - Brandenburgs öffentlich Beschäftigte müssen auch künftig nur in besonderen Fällen mit einer Stasi-Überprüfung rechnen. Das Kabinett beschloss am Dienstag, Minister, Staatssekretäre und politische Beamte vor der Amtsübernahme auf eine frühere Tätigkeit für den DDR-Staatssicherheitsdienst zu überprüfen. Das Gleiche gelte für Beamte, Richter und andere Beschäftigte, die erstmalig die Leitung einer Behörde, eines Gerichts oder eines Landesbetriebs übernehmen sollen. Eine Überprüfung aller Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes ohne Anlass solle es dagegen nicht geben, teilte Regierungssprecher Thomas Braune nach der Kabinettssitzungmit. Innenminister Dietmar Woidke (SPD) sprach von einer Regelung mit „Augenmaß und Verhältnismäßigkeit“. epd

Bündnis gegen Rechtsextremismus

sieht Trend zu friedlichem Protest

Potsdam - Die Chefin des Aktionsbündnisses gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit, Heilgard Asmus, hat den vielfältigen und friedlichen Protest gegen Neonazis in Brandenburg gelobt. Der Widerstand gegen den Rechtsextremismus komme heute aus der Breite der Gesellschaft. Die Generalsuperintendentin der evangelischen Kirche sprach von einer „Generation Vielfalt“. Junge und hochbetagte Menschen stellten sich gemeinsam den Neonazis entgegen. Damit gelinge es, Aufmärsche von Rechtsextremisten mit friedlichen Mitteln zu stoppen, sagte Asmus. Das hätten Aktionen der vergangenen Wochen wie in Neuruppin oder Frankfurt (Oder) gezeigt. dapd

Kinder imAuto verbrannt: Experten widersprechen Angeklagtem

Potsdam - Im Doppelmord-Prozess gegen den 41-jährigen Vater zweier dänischer Mädchen haben Experten und Kriminaltechniker Aussagen des Angeklagten widerlegt, er habe sich spontan mit den Kindern umbringen wollen. Der Däne hatte seine im Wagen angeschnallten und betäubten Töchter im Sommer 2011 in einem Wald an der A24 bei Börnicke mit Benzin übergossen und angezündet. Im Prozess legte er ein Teilgeständnis ab. Die Anklage wirft ihm vor, seiner Ex-Frau das Sorgerecht und die Kinder nicht gegönnt zu haben. Eine Rechtsmedizinerin sagte gestern, die verbrannten Kinder könnten das Feuer trotz Schlafmitteln im Wachzustand erlebt haben. Laut den Experten bestätigen die Spuren aber nicht, dass der Vater den Wagen in Brand gesetzt hat, um gemeinsam mit den Kindern zu sterben, aber aus Panik aus dem Wagen gesprungen sei und sich dann mit einem Messer töten wollte. Wegen der Spurenlage und nach Aussagen dänischer Polizeibeamter geht die Staatsanwaltschaft jetzt davon aus, dass die Tat lange geplant war. axf

Dunkles Kreuzberg:

1400 Wohnungen ohne Strom

Berlin - In Teilen Kreuzbergs gingen am Dienstagabend ab 20.15 Uhr die Lichter aus. Betroffen von dem Stromausfall waren nach Angaben des Stromversorgers Vattenfall rund 1400 Haushalte in der Krossener Straße, Bergfried Straße, Wassertorstraße, Prinzenstraße und Ritterstraße. Bis 22.30 Uhr waren noch immer etwa 600 Haushalte ohne Strom. Ausgelöst wurde die Panne durch eine defekte Netzstation in Kreuzberg. Tsp

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