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Hausbesetzung in Neukölln

verlief friedlich



In der Neuköllner Weisestraße haben am Sonnabend gegen 18 Uhr fünf Personen ein altes Wohngebäude besetzt. Wie die Polizei mitteilte, zogen außerdem knapp 100 Demonstranten zur Unterstützung der Besetzer vor das Haus. Sie trugen Transparente mit Parolen gegen Mietwucher und Gentrifizierung. Reden wurden gehalten und Musik gespielt. Die Polizei überprüfte die Personalien der Besetzer, bei denen es sich um einen Mann und vier Frauen handelte. Gegen 21 Uhr hatten alle das Gebäude freiwillig wieder verlassen. Die Polizei hätte das Haus nur aufgrund eines entsprechenden Begehrens des Eigentümers räumen lassen, sagte der Sprecher. Diesen habe man aber nicht erreicht. Die fünf Hausbesetzer schlossen sich den etwa 50 Demonstranten an, die am späten Abend noch vor Ort waren. Es blieb friedlich, die Polizei war mit rund 30 Beamten im Einsatz. das

200 Menschen fordern

bei Demonstration Ende von Gewalt

Gut drei Wochen nach den tödlichen Schüssen auf einen 22-Jährigen in Neukölln haben am Sonnabend nach Veranstalterangaben etwa 200 Menschen gegen Gewalt und Intoleranz demonstriert. Auf Transparenten forderten die Teilnehmer „Respekt füreinander und miteinander“. Ein Unbekannter hatte in der Nacht zum 5. April nahe dem Krankenhaus Neukölln auf eine fünfköpfige Gruppe geschossen. Dabei wurde der 22-Jährige, der aus einer türkischen Zuwandererfamilie stammte, getötet. Zwei weitere 16 und 17 Jahre alte Jugendliche wurden schwer verletzt. Von den Tätern fehlt jede Spur. dapd

Abgetrennte Schweineköpfe

vor Neuköllner Moschee gelegt

Im Eingangsbereich der Sehitlik-Moschee am Columbiadamm in Neukölln sind abgetrennte Tierköpfe gefunden worden. Ein Mann entdeckte laut Polizei in der Nacht zu Sonnabend zwei Schweineköpfe. Die Täter sind unbekannt. Auch die Hintergründe sind unklar, ein Fachkommissariat beim Landeskriminalamt prüft, ob es sich um eine politisch motivierte Tat gehandelt habe. Die Moschee war Anfang April mit Farbbeuteln beworfen worden. Auch wurde dort ein Bild mit religionsverachtendem Inhalt gefunden. Zu Jahresbeginn hatten den Moschee-Vorstand Drohbriefe erreicht. dapd

Großbrand in Siemensstadt: 

Noch qualmt es an einigen Stellen

Nach dem Großbrand in einer Lagerhalle in Siemensstadt hat die Feuerwehr die permanente Brandwache eingestellt. „Es qualmt zwar noch an einigen Stellen“, sagte ein Sprecher, „aber da schauen wir in regelmäßigen Abständen vorbei. Eine gesundheitliche Gefahr für Anwohner besteht nicht.“ Bei dem Brand war am Donnerstag eine 24 000 Quadratmeter große Halle eingestürzt, in der alte Fahrzeuge, Lkw und Teppiche lagerten. das

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