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Gericht verurteilt zwei Erzieherinnen wegen Züchtigung von Heimkindern

Zwei Erzieherinnen, die sechs Heimkinder körperlich gezüchtigt haben, sind am Mittwoch zu Geldstrafen verurteilt worden. Die damaligen Mitarbeiterinnen eines Kinder- und Jugendheimes des Diakonischen Werkes „disziplinierten“ die Kinder im Alter von fünf bis zwölf Jahren zumindest durch Schläge mit der flachen Hand. Angebliche Misshandlungen mit einer Reitgerte und mit Nadeln, die in der Anklage ebenfalls aufgelistet waren, ließen sich nicht beweisen, befand das Landgericht. 3000 Euro soll die 44-jährige Angeklagte zahlen, 2750 Euro ihre 42-jährige Ex-Kollegin. „Sie haben ein Klima der Angst bei den Kinder geschaffen, um sich die Arbeit zu erleichtern“, hielt der Richter den Frauen vor. Beiden sei bei den Vorfällen in der Zeit von September 2008 bis Februar 2009 klar gewesen, „was sie dürfen und was nicht“. Aus nichtigen Gründen seien sechs Mädchen, die in einer von den Angeklagten betreuten Wohngruppe in Adlershof lebten, geschlagen worden. „Weil die Kinder schneller essen oder schneller laufen sollten“, zählte der Richter auf. Viele Fehler nach Bekanntwerden der Vorwürfe führten zu einer schwierigen Beweislage. So wurden die Kinder in ersten Gesprächen im Heim nicht einzeln, sondern in großer Runde befragt. K.G.

Brütende Vögel im Rosinenbomber:

Sanierungsarbeiten gestoppt

Die Sanierungsarbeiten am Luftbrückenflugzeug auf dem Freigelände des Alliierten-Museum in Dahlem verzögern sich. Am Rumpf und an den Tragflächen der Hastings hätten sich „an mindestens zehn Stellen Vögel eingenistet, die zurzeit dort brüten“, teilte das Museum mit. Deshalb müssten die Arbeiten vorläufig ruhen. „Frühestens Mitte August können wir die Arbeiten am Luftbrückenflugzeug wieder aufnehmen“, sagte Museumsdirektorin Gundula Bavendamm. Entdeckt wurden Haussperlinge sowie Bachstelzen; im Juni sei die Brutzeit beendet. AG

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