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Tod im Darkroom: Polizei sucht Täter mit Bildern und Video

Berlin - Nach dem Mord an dem 32-jährigen Nicky Miller in einem Friedrichshainer Lokal hat die Polizei offenbar eine Spur: Mit Bildern und einer Videosequenz sucht sie nach einem Tatverdächtigen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann, der dort zu sehen ist, Nicky Miller am 5. Mai in dem Lokal in der Boxhagener Straße erwürgt hat. Wie berichtet hatte eine Reinigungskraft die Leiche entdeckt: sie lag im Darkroom der Bar – einem abgedunkelten Raum, in dem sich Schwule zum Sex treffen. Die Aufnahmen der Überwachungskamera sind nach der Tat entstanden. Da versuchte der Gesuchte gegen 5.50 Uhr mit der gestohlenen Kreditkarte des Opfers an einem Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn am Ostbahnhof eine Fahrkarte nach Saarbrücken zu kaufen. Der gesuchte Mann ist vermutlich Deutscher. Er soll zirka 25 bis 40 Jahre alt und etwa 1,70 Meter bis 1,75 Meter groß sein. Hinweise an die Rufnummer 4664-911333. Die Videobilder sind unter tagesspiegel.de zu sehen. tabu

Anklage fordert lebenslange Haft

für Vater, der seine Kinder verbrannte

Potsdam - Die Staatsanwaltschaft Potsdam forderte am Dienstag für den 42-jährigen Dänen, der im August 2011 seine beiden Töchter in seinem Auto verbrannt haben soll, eine lebenslange Haftstrafe. Staatsanwalt Peter Petersen wählte in seinem Plädoyer vor dem Potsdamer Landgericht drastische Worte: „Ich persönlich hoffe, dass Sie die Todesschreie ihrer Kinder nie wieder aus den Ohren bekommen.“ Der Däne habe – anders als in seinem Geständnis dargelegt – nicht selbst mit den neun und zehn Jahre alten Mädchen in den Flammen sterben wollen. Sein Motiv sei es gewesen, seine glücklich lebende Ex-Frau zu treffen, indem er ihr das Liebste nahm. Wie berichtet, hatte der Däne seinen Wagen in einem Wald in Brand gesteckt, die mit Schlafmitteln betäubten Kinder waren auf dem Rücksitz angeschnallt und starben in den Flammen. Auch die Nebenklage, die die Mutter vertritt, forderte lebenslange Haft. Der Verteidiger geht weiter von einem gescheiterten Selbstmordversuch aus, er plädierte auf Totschlag. Der Angeklagte selbst sagte in seinem Schlusswort unter Tränen: „Ich bereue es.“ Nächste Woche soll das Urteil fallen. axf

Fünf Jahre Gefängnis

für geständigen Serienräuber

Berlin - Der geständige Serienräuber schien erleichtert: Gegen Eric K. verhängten die Richter am Dienstag fünf Jahre Gefängnis. Der 30-jährige Mediengestalter hatte acht Supermärkte überfallen und dabei rund 52 000 Euro erbeutet. Als ihm die Polizei 2011 durch eine DNA-Spur eine Tat nachweisen konnte, hatte er seine kriminelle Karriere bereits beendet und eine Anstellung bei einer Spedition. Er gab alle Überfälle zu. „Es fand bei ihm ein Umkehrungsprozess statt“, hieß es im Urteil. Das sei zu berücksichtigen. Der Mann war arbeitslos und hatte Mietschulden, als er 2004 erstmals mit Sturmhaube und echt wirkender Pistole loszog. Seine Raubserie endete fünf Jahre später. Ihm sei klar geworden, „dass solche Taten für die Opfer traumatische Folgen haben können“, sagte Eric K., und entschuldigte sich bei den bedrohten Verkäuferinnen. Diese hatten von gravierenden psychischen Folgen berichtet. K.G.

Botschaft Libyens kurzzeitig

von knapp 50 Personen besetzt

Berlin - Die Botschaft Libyens in der Podbielskiallee in Dahlem ist am Dienstag kurzzeitig besetzt worden: Gegen 14 Uhr sind rund 40 bis 50 Menschen „unberechtigt in das Gebäude gegangen“, sagte ein Polizeisprecher. Nach einem Strafantrag führten die alarmierten Beamten die Leute aus dem Gebäude und nahmen ihre Personalien auf. „Es gab keine Festnahmen“, hieß es. Allerdings erlitt ein Sicherheitsmitarbeiter eine Platzwunde. tabu

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