NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Gedächtniskirche hat wieder

saubere Fenster



Die mehr als 27 000 blauen Fenster der Gedächtnis-Kirche erstrahlen in neuem Glanz. Nach umfangreicher Reinigung wurde das Gebäude des neuen Turms am Dienstag offiziell an Pfarrer Martin Germer übergeben. Die Innenwand der Kirche besteht aus kobaltblauen Fenstern aus der französischen Stadt Chartres. An den Fassaden hatten sich starke Verschmutzungen abgelagert, so dass der Lichteinfall stark beeinträchtigt war. „Die Betonflächen um das Glas herum waren nicht mehr grau, sondern fast schwarz“, sagte der Pfarrer, „und auf den Fenstern selbst lag ein Ölfilm aus sämtlichen Heizungen Berlins.“ 15 Mitarbeiter der Firmen Dussmann und Kärcher seien drei Wochen lang im Einsatz gewesen und hätten die Wände mithilfe von Hebebühnen geputzt. Die Reinigungsaktion war eine Spende der Firmen. Nach Angaben des Pfarrers wurde zunächst jedes einzelne Fenster abgesaugt und im Anschluss poliert. Da die Kirche unter Denkmalschutz steht, habe man bei der Reinigung keine Chemie einsetzen können.„Jetzt wird der Innenraum wieder wunderbar zum Leuchten gebracht. Wir ermitteln jedes Jahr, wie viel Tageslicht ins Innere des Gebäudes fällt. Jetzt sind es 40 Prozent mehr als vor fünf Jahren.“ dapd

Senat bittet um Hilfe im Kampf gegen Eichenprozessionsspinner

Die Senatsverwaltungen für Gesundheit und Stadtentwicklung bitten um Mithilfe bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Seine Brennhaare können starken Juckreiz der Haut sowie Reizungen der Augen und der Atemwege verursachen. Bürger werden gebeten, Nester des Eichenprozessionsspinners bei den bezirklichen Gesundheits- oder Grünflächenämtern zu melden. Diese fordern notfalls den Grundstückseigentümer auf, sie beseitigen zu lassen. Sollte er nicht handeln, kann das Gesundheitsamt dies veranlassen und ihm die Kosten in Rechnung stellen. Die Arbeiten dürfen nur von Experten ausgeführt werden.dapd

Statiker soll Ursache

des Park-Unfalls untersuchen

Nach dem Unfall in Treptow, bei dem zwei Mädchen auf einem Spielplatz von 500 Kilo schweren Findlingen überrollt wurden, sucht das Bezirksamt nach der Ursache. Ein Sprecher teilte nach der Sitzung am Dienstag mit, dass man nun einen Bodenstatiker beauftragt habe. Dieser solle die Unfallursache ermitteln. Solange kein Prüfungsbericht vorliege, könnten Fragen zu Ursache und Verantwortung nicht beantwortet werden. Auch müssten zunächst die polizeilichen Ermittlungen abgewartet werden. sawe

Drei neue Richter

für das Verfassungsgericht

Beim Festakt zum 20-jährigen Bestehen des Berliner Verfassungsgerichtshofs wurden am Dienstag zwei neue Richterinnen und ein Richter ins Amt eingeführt. Vorsitzende wird die Präsidentin des Sozialgerichts, Sabine Schudoma, die an der Spitze des Verfassungsgerichts steht. Die Tätigkeit ist ehrenamtlich, es gibt lediglich eine Aufwandsentschädigung. Zudem gehören jetzt die Rechtsanwältin Anke Müller-Jacobsen und der Rechtsanwalt Meinhard Starostik dem Gremium an. Alle drei waren im März vom Abgeordnetenhaus gewählt worden. Die Amtszeit dauert sieben Jahre. Beim Landesverfassungsgericht, dem neun Richter angehören, gehen jährlich rund 200 Verfahren ein. Es wurde in Berlin erst nach der Wende mit dem Wegfall des VierMächte-Status der Stadt gegründet. In 90 Prozent der Fälle befassen sich die Richter mit Verfassungsbeschwerden. sik

1,8 Millionen fürs Fontane-Haus

im Märkischen Viertel

Das 1976 errichtete Fontane-Haus im Märkischen Viertel wird für knapp zwei Millionen Euro saniert. Die Arbeiten dauern bis Ende 2013, teilte Reinickendorfs Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) mit; der Betrag in Höhe von 1,8 Millionen Euro stamme aus dem Förderprogramm Stadtumbau West.Das Kultur- und Gemeindezentrum – darin befinden sich Bürgeramt, Bibliothek, Seniorenklub, Musik- und Volkshochschule – erhält eine neue Fassade, auch der Eingang und das Foyer werden neu gestaltet. Der Zugang von der Marktseite wird künftig als Haupteingang betont. Die Arbeiten erfolgen bei laufendem Betrieb. AG

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