NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Dieb tritt Polizisten ins Gesicht:

Prozess wegen Mordversuchs



Zwei wuchtige Tritte des Einbrechers zertrümmerten dem am Boden liegenden Polizisten das Gesicht. Der 24-jährige Mehmet D. aus Kreuzberg brachte das 42-jährige Opfer beinahe um. Die Anklage geht von einem Mordversuch aus. Im Prozess vor dem Landgericht widersprach D. am Dienstag. Er habe nicht geahnt, dass es ein Polizist war, der ihn in der Nacht zum 8. Dezember 2011 plötzlich packte, als Mehmet D. mit zwei Freunden einen Getränkemarkt plünderte. Der Beamte war als Hundebesitzer getarnt. Mit Brüchen kam er ins Krankenhaus, ist immer noch dienstunfähig. Der Prozess geht am Freitag weiter. K.G.

45 Millionen Euro Schaden

durch hinterzogene Steuern

Berliner Finanzämter leiteten im vergangenen Jahr 3322 Steuerstrafverfahren wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ein. 2010 waren es 3797 Verfahren. Mehr als 3000 Strafverfahren wurden im vergangenen Jahr abgeschlossen. Die Schadenssumme aus rechtskräftigen Verurteilungen belief sich auf hinterzogene Steuern von rund 45 Millionen Euro. 2010 waren es rund 53 Millionen Euro. Das ergab die Antwort auf eine Kleine Anfrage im Abgeordnetenhaus. sib

Demente Frau gekniffen:

900 Euro Strafe für Pflegerin

Eine Praktikantin konnte es nicht fassen. „Die demente Frau H. sollte sich auf die Knie begeben und den Kaffee, den sie verschüttet hatte, aufwischen“, sagte die 23-jährige Zeugin am Dienstag vor dem Amtsgericht. Die Angeklagte habe der Rentnerin einen Wischmopp in die Hand gedrückt, sie in den Oberarm gekniffen, der Frau „leicht“ in die Wade getreten. Die 49-jährige Angeklagte bestritt das, stellte sich als Opfer dar und bezichtigte die Kollegen des Mobbings. Nach ihrer Version gab es für Luise H. eine Anordnung. Angeblich sollte die 77-Jährige, die zu zwölf pflegebedürftigen Menschen einer Neuköllner Wohngemeinschaft gehört, absichtlich verursachten Schmutz selber wegwischen. „Ich habe die Frau nicht getreten, nicht gekniffen“, sagte die Pflegehelferin. Erst drei Tage nach ihren Beobachtungen im Juni 2011 hatte die Zeugin den Vorfall angezeigt. Der Arbeitgeber glaubte ihr, sah blaue Flecke am Oberarm des Opfers. Die Beschuldigte musste sofort gehen. Das Gericht verhängte wegen Nötigung und Körperverletzung 900 Euro Strafe gegen sie. K.G.

Mann ohne Erinnerung

ist identifiziert

Die Veröffentlichung eines Bildes des unbekannten Mannes, der keinerlei Erinnerung an seine Identität hat, hat schnell zum Erfolg geführt. Demnach handelt es sich um einen 49-Jährigen aus Gelsenkirchen. Am Dienstagmittag teilte ihm die Polizei seinen Namen mit und nannte ihm Angehörige. Er habe dabei keine Regung des Erkennens gezeigt, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann hatte sich am 7. Juni der Polizei anvertraut und erzählt, nicht zu wissen, wer er ist. Er sei drei Tage zuvor am Berliner Hauptbahnhof ohne Erinnerung an seine Person aus einer Bewusstlosigkeit aufgewacht. tabu

Zwei Fahrgäste bei Attacken

auf BVG-Busse verletzt

Gleich zweimal wurden gestern Abend BVG-Busse in Kreuzberg attackiert. In der Prinzenstraße und in der Ritterstraße gingen dabei gegen 20.30 Uhr die Scheiben der Fahrzeuge zu Bruch, wodurch in jedem Bus ein Fahrgast verletzt wurde. Ob die Täter schossen oder Steine warfen, wird noch ermittelt. das

Diskussion um Aufnahmestopp

an Petter-Witte-Grundschule

Einstimmig haben Bau- und Schulausschuss der Reinickendorfer BVV gestern das Bezirksamt aufgefordert, den ab 2013 geplanten Aufnahmestopp an der Peter-Witte-Grundschule vorerst auszusetzen. 100 Eltern und Kinder protestierten vor dem Rathaus für den Erhalt der Schule, die wegen Brandschutzmängel und fehlender Sanierungsmittel nur provisorisch instandgesetzt und spätestens 2016 geschlossen werden soll. du-

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