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„Zerstörte Vielfalt“: Berlin erinnert

mit Themenjahr an 1933 und 1938



Mit zahlreichen Ausstellungen, Lesungen, Führungen, Filmprojekten und Publikationen erinnert Berlin im kommenden Jahr an den 80. Jahrestag der Machtergreifung der Nationalsozialisten und den 75. Jahrestag der Novemberpogrome von 1938. „Das Themenjahr steht unter dem Motto: Zerstörte Vielfalt – Berlin im Nationalsozialismus“, sagte Kulturstaatssekretär André Schmitz. Beteiligt sind über 50 Institutionen. Die Veranstaltungen sollen in allen Berliner Bezirken stattfinden und überwiegend junge Menschen ansprechen. Geplant sind unter anderem Open-Air-Ausstellungen am Kurfürstendamm und an der Oranienburger Straße. Das Deutsche Historische Museum zeigt begleitend eine Portalausstellung, die auf alle Veranstaltungen im Stadtgebiet hinweist. Der Finanzierungsrahmen liegt bei fünf Millionen Euro. jet

Anschläge mit Rohrbomben:

Prozess gegen 45-Jährigen

Nach drei Anschlägen mit Rohrbomben steht seit Freitag ein 45-jähriger Mann aus Wedding vor dem Landgericht. Ihm wird versuchter Mord zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er die selbstgebauten Sprengsätze in Grünanlagen ablegte, um Menschen zu töten. Bei einer Explosion am 14. August 2011 war ein 58-jähriger im Schillerpark in Wedding schwer verletzt worden. Er hatte sich auf eine Bank gesetzt und die neben ihm liegende Plastiktüte geöffnet. Bislang hat der Angeklagte zu den Vorwürfen geschwiegen. Auf Antrag der Verteidiger wurde der Prozess zur Überprüfung der Gerichtsbesetzung zunächst bis 18. Juli unterbrochen. K.G.

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