NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Angriff nach der Scheidung:

Haftstrafe für 48-Jährigen



Nach einem Messerangriff auf seine ehemalige Ehefrau im Oktober 2011 muss ein 48-jähriger Mann aus Kreuzberg für vier Jahre und zehn Monate in Haft. Das Berliner Landgericht sprach ihn des versuchten Totschlags schuldig. Bahattin Ü. hatte die 41-Jährige zwei Wochen nach der Scheidung auf der Bergmannstraße durch acht Stiche verletzt. Die Richter gingen von einer verminderten Schuldfähigkeit aus. Der drogenabhängige Angeklagte hatte erklärt, er habe eigentlich mit seiner Ex-Frau reden wollen. Als sie abblockte, sei er verzweifelt gewesen. Sie hatte ihn nach Gewalt in der Ehe verlassen. K.G.

Missbrauch: 64-Jähriger muss zweieinhalb Jahre in Haft

Berlin - Die beiden Mädchen halfen dem Mann im Rollstuhl im Haushalt oder erledigten für ihn Einkäufe. Der 64-Jährige gab den zwölf- und dreizehnjährigen Kindern aus seinem Bekanntenkreis etwas Geld dafür. Als sie sich heimlich mehr nahmen, sollten sie ihre Schulden durch sexuelle Dienste „abarbeiten“. Er könne sein Verhalten nicht erklären, sagte Klaus L. am Montag vor dem Landgericht. Im Prozess wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen gab er sieben Übergriffe zu. Die sexuelle Komponente wurde immer stärker. Erst sahen die Mädchen in der Wohnung von L. Pornos, dann spielte der Rentner eine Art Poker-Striptease „bis auf die Unterwäsche“ mit ihnen. Im Herbst 2010 hatten die Schülerinnen seine EC-Karte genommen. Sie holten insgesamt 400 Euro von seinem Konto und gaben die Beute sofort aus. Als ihr Diebstahl aufflog und sie verhindern wollten, dass L. zu ihren Eltern geht, ließen sie sich auf eine „Vereinbarung“ ein. Zogen sie sich aus und ließen sie sich anfassen, wurde das abgerechnet. Gegen den Mann, der bis dahin nie als Sexualtäter aufgefallen war, ergingen zwei Jahre und vier Monate Haft. K.G.

Zentrale Auskunftsstelle

des Justizvollzugs nimmt Arbeit auf

Die Zentrale Auskunftsstelle des Berliner Justizvollzuges hat am Montag ihre Arbeit aufgenommen. Sie erteilt personenbezogene Auskünfte zu Gefangenen und Serviceinformationen zu den Justizvollzugsanstalten, wie die Senatsjustizverwaltung mitteilte. Angehörige von Gefangenen, Opfer von Straftaten, Rechtsanwälte und staatliche Stellen können dort ihre Anfragen stellen. Justizsenator Thomas Heilmann (CDU) erhofft sich mit der Einrichtung einen besseren Service für Bürger, eine effizientere Verwaltung sowie einen verbesserter Opfer- und Datenschutz. Mehr Infos gibt es im Internet unter: www.berlin.de/sen/justiz/zast. Die Rufnummer: 9014 5656. dapd

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben