NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Verhandlung über Klage gegen A 100 Ende September

Am 27. und 28. September soll sich entscheiden, ob die Stadtautobahn A 100 von Neukölln nach Treptow verlängert werden darf. Dann verhandelt das Bundesverwaltungsgericht die Klagen gegen den Weiterbau, teilte Martin Schlegel vom Umweltverband BUND mit, der zu den Klägern gehört. Ursprünglich sollte bereits im August verhandelt werden. Vorbereitende Arbeiten waren der Senatsverkehrsverwaltung im Frühjahr vom Gericht untersagt worden. Der Bau der 3,3 Kilometer langen Trasse soll nach derzeitigen Schätzungen der Verwaltung 462 Millionen Euro kosten; der Bundesrechnungshof rechnet mit mindestens 475 Millionen Euro. Veranschlagt waren zunächst 420 Millionen Euro. Finanziert würde der Bau aus Bundesmitteln. kt

Neue Stau-Statistik:

Berlin im Mittelfeld

Bei der Staugefahr liegt Berlin in Europa auf dem 13. Rang. Das ergibt eine Statistik des Navigationsherstellers Tomtom, der eigene Daten ausgewertet hat. Um durchschnittlich 26 Prozent verlängern sich in der Stadt staubedingt die Fahrzeiten, verglichen mit freier Fahrt. An der Spitze liegt Warschau mit 42 Prozent, gefolgt von Marseille (41 Prozent) sowie Brüssel und Rom mit je 34 Prozent. Die meisten Staus gibt es in Berlin Montag früh und donnerstagabends. kt

Zwangsgeld zum Schallschutz

gegen Flughafen beantragt

Nach dem Aussetzen des Schallschutzprogramms durch die Flughafengesellschaft in Schönefeld hat der Würzburger Anwalt Wolfgang Baumann, der mehrere Kläger vertritt, ein Zwangsgeld in Höhe von 50 000 Euro beantragt. Es soll den Flughafen dazu bringen, die vom Oberverwaltungsgericht angeordneten Schutzmaßnahmen sofort umzusetzen. Der Flughafen hat die Aussetzung damit begründet, dass die ursprünglich vorgesehenen Maßnahmen durch das Urteil ohnehin erweitert werden müssten. kt

Häftling wegen Erpressung

und Misshandlung vor Gericht

Nach einer Serie von Erpressungen in der Justizvollzugsanstalt Tegel muss sich seit Dienstag ein 34-jähriger Häftling vor dem Landgericht verantworten. Mit zwei Komplizen soll er Anfang 2010 fünf Mitgefangene bedroht und die Herausgabe von Kaffee, Tabak und Schmerzmitteln erzwungen haben. Der gebürtige Pole verweigerte eine Aussage. Eines der Opfer wurde laut Anklage im Februar 2010 massiv misshandelt. Die mutmaßlichen Erpresser sollen den Mitgefangenen gezwungen haben, sieben Becher eines Cocktails aus Shampoo, Salzwasser, Öl und verdorbener Milch zu trinken. Als sich der Mann zunächst weigerte, soll der Angeklagte ihn mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. K.G.

Im Mai kamen fast eine Million Touristen nach Berlin

Mehr als 986 000 Gäste haben in Berlin im Mai übernachtet. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Anstieg um 6,1 Prozent, teilte das Amt für Statistik mit. Der größte Zuwachs kam von Russen, Dänen und Franzosen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 2,3 Tagen. Tsp

Erstmals virtuelle Ausstellung

in Topographie des Terrors

Die Topographie des Terrors zeigt erstmals eine virtuelle Ausstellung. Die Schau befasst sich mit dem Widerstand deutscher Christen gegen das NS-Regime, sagte der Direktor des Hauses, Andreas Nachama. „Widerstand!?“ wird bis 5. August parallel zur Sonderausstellung über die Wilhelmstraße gezeigt. dapd

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