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Berliner Verfassungsschutz sucht Experten für Rechtsextremismus

In den kommenden Tagen werden die angekündigten Ausschreibungen für die fünf neuen Stellen beim Berliner Verfassungsschutz fertig sein. Dies bestätigte eine Sprecherin der Behörde dem Tagesspiegel. Innensenator Frank Henkel (CDU) hatte im März angekündigt, im Kampf gegen Rechtsextreme die Zusatzstellen schaffen zu wollen. Opfer-Initiativen und Opposition bezweifeln allerdings den Sinn der Maßnahme. Voraussetzung für die Arbeit beim Inlandsgeheimdienst ist in der Regel ein Hochschulstudium. Die fünf Vollzeitstellen könnten auch auf mehr als fünf Beschäftigte aufgeteilt werden. Erst wenn alle Bewerbungen gesichtet seien, werden Kandidaten ausgewählt, sagte die Sprecherin. Danach fingen die „umfangreichen Sicherheitsüberprüfungen“ an. Je nachdem wie die berufliche Laufbahn eines Kandidaten bislang verlaufen ist und ob er im Ausland gelebt hat, können solche Überprüfungen bis zu zehn Monate dauern. Behördenintern wird damit gerechnet, dass die fünf neuen Mitarbeiter dann Anfang kommenden Jahres ihren Dienst beginnen. Der Verfassungsschutz beschäftigt in Berlin rund 180 Mitarbeiter.hah

Senat will Lehrermangel mit

5000 neuen Pädagogen bekämpfen

In Berlin sollen bis zum Jahr 2015 rund 5000 neue Lehrer eingestellt werden. Notwendig wird dies, weil in den nächsten Jahren zahlreiche Lehrkräfte pensioniert werden. Derzeit beträgt das Durchschnittsalter der 28 000 Berliner Lehrer 50,4 Jahre. Das geht aus der Antwort der Bildungsverwaltung auf zwei kleine Anfragen des bildungspolitischen Sprechers der Grünen, Özcan Mutlu, hervor. Bei den Neueinstellungen wird auch auf Bewerber aus anderen Bundesländern zurückgegriffen. Im vergangenen Jahr waren das zehn Prozent der 1500 neu eingestellten Lehrer. Sie werden dabei teilweise besser bezahlt als die in Berlin eingestellten Kollegen. Beamte können ihren Status behalten und bekommen sogar eine Zulage, wenn sie vorher mehr verdient haben und nicht aus familiären Gründen nach Berlin wechseln. Seit 2004 verbeamtet Berlin Junglehrer nicht mehr. Bei den Netto-Einstiegsgehältern ist der Unterschied zwischen Beamten und Angestellten gering, nach einigen Dienstjahren verdienen Beamte jedoch deutlich mehr. „Wir müssen die Mehrklassengesellschaft in den Lehrerzimmern auflösen“, fordert Mutlu. svo

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