NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Zuhälter getötet:

Callboys wegen Mordes verurteilt



Die beiden Callboys, die ihren despotischen Zuhälter erstickt haben, wurden wegen heimtückischen Mordes zu Jugendstrafen von siebeneinhalb und acht Jahren verurteilt. „Bei der Tat handelt es sich nicht um einen Tyrannenmord, die Situation der Angeklagten war schwierig, aber nicht ausweglos“, urteilten die Richter am Montag. Damit folgten sie im Wesentlichen dem Antrag der Anklage. Die Verteidigung hatte auf Totschlag und Strafen von fünf Jahren Haft plädiert. Jokubas S. und Sergejus A., zwei 19- und 20-jährige Litauer, hatten den Zuhälter im November in seiner Tempelhofer Wohnung angegriffen. Renaldas D. habe angetrunken auf dem Bett gelegen, als sie den Mordplan diskutierten, hieß es im Urteil. Sie täuschten ein Sex-Spiel vor und fesselten ihn. „Er wurde verschnürt wie eine Mumie, A. drückte ihm dann ein Kissen auf das Gesicht.“ Ihr Landsmann habe sie zwar ausgenutzt, sie hätten die Wohnung aber verlassen können, stand für das Gericht fest. Beide hätten sich Wochen zuvor auch freiwillig zu D. begeben, um als Strichjungen Geld zu verdienen. K.G.

Bankräuber wurde rückfällig:

achteinhalb Jahre Gefängnis

Ein vorbestrafter Bankräuber ist für eine Serie weiterer Überfälle Ende 2011 zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 51-jährige Harald S. hatte mit einer echt wirkenden Spielzeugpistole und einem Messer in vier Bankfilialen Geld gefordert. Bei den Überfällen hatte er Kunden oder Angestellte kurzzeitig als Geiseln genommen. S. erbeutete bei den Raubzügen in Neukölln, Schöneberg und Hamburg rund 60 000 Euro. K.G.

Sieben Wagen eines Autohauses

in Hohenschönhausen angezündet

Unbekannte haben in Hohenschönhausen auf dem Gelände eines Autohauses mehrere Fahrzeuge angezündet. Ein Autofahrer bemerkte am frühen Montagmorgen in der Landsberger Allee die Flammen. Nach den bisherigen Erkenntnissen setzten die Täter sieben Wagen in Brand. Sechs weitere Autos wurden infolge von Hitze beschädigt. dapd

Eltern scheitern mit Klage

gegen Ethikunterricht

Ein Elternpaar ist vor dem Verwaltungsgericht Berlin mit einer Klage auf Befreiung ihres Sohnes vom Ethikunterricht gescheitert. Das Gericht begründete seine Entscheidung am Montag damit, dass kein „wichtiger Grund“ für eine Befreiung vorliege. Die Eltern hatten argumentiert, dass der Besuch des Fachs dem Gleichbehandlungsgrundsatz widerspreche. So seien durch den Gesetzgeber nur die Schüler öffentlicher Schulen, nicht aber die Schüler privater Schulen zur Teilnahme verpflichtet . Bereits 2006 hatte das Gericht entschieden, dass der Ethikunterricht an verfassungsmäßig ist. Dies bestätigte das Bundesverfassungsgericht. Den verpflichtenden Ethikunterricht ab Klasse 7 führte das Land Berlin vor sechs Jahren ein. (VG 3 K 1026.11) KNA

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