NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Ehemaliges Hugendubel-Haus

am Breitscheidplatz wird Modeladen

Knapp ein halbes Jahr nach der Schließung der Buchhandlung Hugendubel an der Tauentzienstraße 13 in Charlottenburg steht der neue Hauptmieter in dem denkmalgeschützten Geschäftshaus fest: Nach Tagesspiegel-Informationen will die US-Modekette „Forever 21“ im Frühjahr 2013 auf 3000 Quadratmetern Fläche in vier Etagen ihren ersten deutschen „Flagship-Store“ eröffnen. Zurzeit werde das 1955 als Deutsches Familienkaufhaus (Defaka) errichtete Haus gegenüber dem Breitscheidplatz „behutsam und denkmalgerecht renoviert und modernisiert“, heißt es vom Eigentümer Gutman Investment. Deshalb schließt dort bald auch die Schuhhandlung Leiser, der Räumungsverkauf läuft. Die Vermieter verhandeln nach eigenen Angaben mit neuen Interessenten, schließen aber auch eine spätere Rückkehr von Leiser nicht aus. Unterdessen hat die wirtschaftlich angeschlagene Buchhandelskette Hugendubel angekündigt, Ende Januar 2013 auch ihre Filiale in den Potsdamer-Platz-Arkaden aufzugeben. CD

Drei Verletzte bei schwerem Unfall an Kreuzberger Kreuzung

Bei einem Verkehrsunfall in der Nacht zu Dienstag sind ein Mann schwer und zwei weitere leicht verletzt worden. Ein 19-jähriger Mercedes-Fahrer war gegen 0.30 Uhr auf dem Mehringdamm unterwegs. An der Kreuzung Yorckstraße bog er nach links ab und übersah den entgegenkommenden Audi eines 22-Jährigen. Beim Zusammenstoß erlitt der Jüngere Verletzungen an der Schulter, der Audi-Fahrer wurde am Arm verletzt. Schwerer traf es den 20-jährigen Beifahrer im Mercedes, der Knochen- und Rippenbrüche sowie einen Schädelbasisbruch erlitt. Er kam zur stationären Behandlung in eine Klinik. Die Kreuzung war fünf Stunden lang gesperrt. tabu

Bürgerfest des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue

Bundespräsident Joachim Gauck lädt am 8. und 9. September zum Bürgerfest ins Schloss Bellevue. Am Sonnabend feiern dort zwischen 17 und 23.30 Uhr rund 4000 ehrenamtlich engagierte Bürger, die von verschiedenen Institutionen und Hilfsorganisationen vorgeschlagen worden sind. Schüler, die einen Sanitätsdienst an ihrer Schule organisieren, gehören ebenso dazu wie der Gründer eines Fanclubs zur Suchtbekämpfung oder der Leiter eines Feuerwehrmusikzuges. Am Sonntag sind zwischen 11 und 18 Uhr alle Bürger eingeladen. Es wird Konzerte geben, zum Beispiel vom Deutsch-Polnischen Jugendorchester, Führungen durch das Schloss Bellevue und ein umfangreiches Kinderprogramm. Ausführliche Informationen zum Programm gibt es wenige Tage vor dem Fest im Internet unter der Adresse www.bundespraesident.de/bürgerfest. Bi

Landwehrkanal-Sanierung: Amt weist neue Kritik von Bürgern zurück

Die Bürgerinitiative „Bäume am Landwehrkanal“ wirft der Wasserschifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) vor, mit „geheimen Sanierungsplänen“ für die maroden Kanalwände das laufende Mediationsverfahren zu hintertreiben. Eigene Planungen der Bundesbehörde seien vom Leiter der AG Landwehrkanal im Wasserschifffahrtsamt Berlin (WSA) erwähnt worden und müssten „umgehend öffentlich gemacht werden“, sagte Anuschka Guttzeit, Mitbegründerin der Bürgerinitiative, die seit 2007 unter anderem gegen Baumfällungen am Kanal kämpft. WSA-Sprecherin Evelyn Bodenmeier bestritt jedoch, dass es geheime Pläne gebe. Die Ämter „machen nichts nebenbei“. Vielmehr laufe die Detailplanung für die Sanierung an verschiedenen Uferstellen. Darüber werde mit den Bürgern bei Treffen in wenigen Tagen diskutiert. CD

Züchtigung mit einem Gürtel:

Vater elf Jahre später verurteilt

Die Tochter war 26 Jahre alt, als sie zur Polizei ging und ihren Vater anzeigte: Elf Jahre nach Prügel mit einem Gürtel wurde der 55-jährige Spandauer zu einem Jahr Haft auf Bewährung sowie einer Zahlung von 1000 Euro an den Kindernotdienst verurteilt. Die Tochter hatte am Dienstag vor Gericht von einer Vielzahl von Züchtigungen berichtet. Einen von drei Fällen der Anklage hatte der Vater pauschal gestanden. Als Jugendliche sei sie immer wieder geschlagen und eingesperrt worden, sagte die Zeugin. Der Vater habe mit Gürtel, Gartenschlauch, Fliegenklatsche oder Hand geprügelt. „Ich hatte Albträume, ich zitterte, hatte ständig Angst“, schilderte die Frau. Mit 16 Jahren war sie zum Jugendamt gegangen und in ein Heim gezogen. Sie habe damals geschwiegen, um die Mutter und ihre drei Geschwister nicht zu gefährden, sagte die Tochter. „Ich offenbarte mich, weil er 2010 meine Mutter schlug.“ Der Angeklagte, ein selbstständiger Gebäudereiniger, hatte Züchtigungen durch „Hausarrest, wenn das nicht half, dann höchstens Backpfeifen“ zugegeben. Reue zeigte er nicht. K.G.

Trauriger Rekord:

2164 Tiere kamen ins Tierheim

Das Tierheim verbucht in diesem Sommer einen traurigen Rekord. Seit Anfang Juni sind dort 2164 ausgesetzte oder abgegebene Tiere gelandet. Das waren 26 mehr als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Ein Grund für den Zuwachs ist laut Tierheim, dass sich Menschen wegen eines anstehenden Urlaubs von ihren Tieren trennten. Dabei gebe es auf der Website www.tierschutz-berlin.de über 500 registrierte Tiersitter, die zeitweise aushelfen. Derzeit werden im Tierheim mehr als 1700 Tiere betreut, darunter Katzen, Hunde, Klein- und Wildtiere sowie Exoten. dapd

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