NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Tempodrom scheitert mit Einspruch gegen benachbartes Hotelprojekt

Das Verwaltungsgericht hat einen Eilantrag der Betreiber des Tempodroms am Anhalter Bahnhof in Kreuzberg gegen die Genehmigung eines Hotels im benachbarten alten Postgebäude an der Halleschen Straße zurückgewiesen. Das Tempodrom befürchtete, Lärmschutzprobleme könnten den Veranstaltungsbetrieb einschränken. Das Gericht teilte diese Sorge nicht: Die Hotel-Baugenehmigung schreibe unter anderem Schallschutzfenster vor. Das „Crowne Plaza“-Hotel mit 332 Zimmern soll Ende Dezember im denkmalgeschützten ehemaligen Postamt aus den 30er Jahren eröffnen. Tempodrom-Chef Mike Keller sagte, es sei nicht um eine Verhinderung des ganzen Projekts, sondern nur um den Lärmschutz gegangen. CD

Amerika-Haus am Bahnhof Zoo

soll nicht mehr verkauft werden

Der Liegenschaftsfonds sucht nicht mehr nach Käufern für das Amerika-Haus an der Charlottenburger Hardenbergstraße. Auf Wunsch der Finanzverwaltung habe man die Vermarktung des einstigen Kultur- und Informationszentrums der USA gestoppt, sagte eine Sprecherin. Dafür hatten sich auch Bezirkspolitiker eingesetzt. Die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) prüft zurzeit, ob das Baudenkmal als Standort der bisher in Schöneberg ansässigen Landeszentrale für politische Bildung geeignet ist. Im Amerika-Haus läuft im Dezember nach drei Jahren der Mietvertrag des „Regionalmanagements City-West“ aus. CD

Vergewaltigung im Park:

Modedesigner verurteilt

Ein 32-jähriger Modedesigner muss nach einem Überfall auf eine 65-jährige Frau an der U-Bahnstation Mendelssohn-Bartholdy-Park für fünfeinhalb Jahre in Haft. Das Landgericht sprach Christopher O., der Botschafter der Werbekampagne „be Berlin“ war, am Freitag der Vergewaltigung sowie Körperverletzung schuldig. O. habe die Frau am Morgen des 10. November in ein Gebüsch gezerrt, geschlagen und vergewaltigt. Laut Urteil soll er 6000 Euro Schmerzensgeld an das Opfer zahlen. Die Polizei hatte mit Fotos einer Überwachungskamera der U-Bahn nach dem mutmaßlichen Täter gefahndet. Der Designer hatte die Tat bestritten. Seine Anwälte forderten Freispruch. K.G.

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