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Angeklagte der Parkeisenbahn bestreiten Missbrauch

Im letzten Prozess nach dem Missbrauchsskandal bei der Parkeisenbahn haben die beiden Angeklagten die Vorwürfe bestritten. Die früheren ehrenamtlichen Mitarbeiter der Anlage in der Wuhlheide gaben am Montag zwar zu, Sex mit einem 16-jährigen Jugendlichen in ihren Wohnungen gehabt zu haben. Er sei ihnen jedoch nicht zur Betreuung anvertraut gewesen. Die Anklage geht dagegen davon aus, dass die 30 und 39 Jahre alten Männer führende Positionen in der Hierarchie der Parkeisenbahn ausnutzten, um sich an dem Jungen zu vergehen. Das Opfer sei erst 15 Jahre alt gewesen, als es auf einer Ferienfahrt 2008 zu ersten sexuellen Übergriffen gekommen sei. In den drei früheren Prozessen hatten fünf angeklagte Ex-Mitarbeiter der Parkbahn gestanden. Ein Bahnhofsleiter wurde zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt und erhielt damit die härteste Strafe. K.G.

Polizei fasst drei Feuerleger,

die Fahrzeuge angezündet haben

Drei Brandstifter sind in der Nacht zu Montag von der Polizei in Kaulsdorf und Mitte gefasst worden. Zunächst war es Zivilpolizisten gelungen, gegen 0.45 Uhr zwei 14 und 16 Jahre alte Jugendliche festzunehmen. Sie hatten ein Moped in der Wernerstraße in Kaulsdorf angezündet, das sie nach eigenen Angaben zuvor gestohlen hatten. Gegen 3.30 Uhr riefen Anwohner die Polizei in die Dircksenstraße in Mitte, nachdem sie einen brennenden VW-Kleintransporter. Kurz darauf kam der 30-jährige Mieter des Fahrzeugs, der laut Polizei verwirrt wirkte. Er gestand, das Auto selbst angezündet zu haben. Von einem politischen Motiv geht die Polizei in keinem der Fälle aus. tabu

Kulturausschuss: Stadtmuseum soll eines Tages in die Breite Straße

Die geplante Nutzung des Marinehauses als Erweiterungsbau des Märkischen Museums ist vom Tisch. Bei der Sitzung des Kulturausschusses am Montag berichtete Kulturstaatssekretär Schmitz über die avisierten Nachnutzungen jener Bibliotheksgebäude, die frei werden, wenn auf dem Tempelhofer Feld die Zentral- und Landesbibliothek gebaut wird. Während man die Amerika-Gedenkbibliothek in Kreuzberg zu einer Bildungseinrichtung des Bezirks umnutzen möchte, solle im Haus der Stadtbibliothek an der Breite Straße in Mitte das Berlin Museum seine Geschichte des 20. Jahrhunderts erzählen. Die Expansion des Museums ins benachbarte Marinehaus sei fraglich, weil die Nutzungsfläche dort kleiner sei, als erhofft. Den von Piraten unterstützten Grünen-Antrag, die teure Bauplanung für Tempelhof auszusetzen und leer stehende Altbauten für die Zentralbibliothek zu finden, lehnten SPD, CDU und Linke ab.tl

Berichtigung: Fundus-Gruppe

ist nicht insolvent

Anders als in unserem Artikel über die Kaufhausruine „Tacheles“ berichtet, ging die Fundus-Gruppe, die das Gelände neu gestalten wollte, nicht in die Insolvenz. Das Grundstück steht unter Zwangsverwaltung, eine Zwangsversteigerung wurde beantragt. Das Tacheles soll an diesem Dienstag geräumt werden. Tsp

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