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Jüdische Berliner zogen

mit ihren Kippas durch Mitte



Rund 60 jüdische Berliner, darunter auch etliche Kinder, sind am Samstagnachmittag mit ihren Kippas durch Mitte gezogen, um „erhobenen Hauptes jüdisches Leben in der Stadt zu zeigen“. Zeichen ihrer Religion wie die Kippa müssten so selbstverständlich zum Alltag in Berlin gehören und akzeptiert sein, wie dies in Paris, London oder New York der Fall sei. Anlass für den Kippa-Flashmob, zu dem im Internet aufgerufen wurde, war der Angriff von muslimischen Jugendlichen auf einen Rabbiner in Schöneberg vor zwei Wochen. Der Umzug vom Deutschen Historischen Museum Unter den Linden zur Weltzeituhr am Alexanderplatz verlief friedlich. Die Teilnehmer erlebten dabei bereits, was sie sich wünschen: Sie erregten kaum Aufmerksamkeit. Die meisten Passanten hielten sie wohl für eine der vielen, teils auffälligen Touristengruppen. cs

Evangelische Kirche plant

Neubau in Charlottenburg

Die evangelische Landeskirche will das ehemalige „Haus der Kirche“ an der Charlottenburger Goethestraße 26–30 durch Neubauten ersetzen. Die vier 60erJahre-Bauten gegenüber der Trinitatis-Kirche auf dem Karl-August-Platz entsprächen nicht den Bedürfnissen der heute dort ansässigen Aus- und Weiterbildungsstätte „Amt für kirchliche Dienste“, sagte Oberkonsistorialrätin Friederike Schwarz im bezirklichen Stadtplanungsausschuss. Mängel bei der Haustechnik und Statik seien nicht mit vertretbarem Aufwand behebbar. Ein ehemaliges Studentenwohnheim auf dem Areal steht leer. Laut Schwarz will die Kirche die Neubauten selbst nutzen, Einzelheiten stünden noch nicht fest. Beim Bezirk wurde ein Bauvorbescheid beantragt. Auf Wunsch der BVV prüft das Landesdenkmalamt, ob die Altbauten unter Schutz gestellt werden sollten. In diesem Fall würde sich die Kirche einen geeigneteren neuen Standort für ihre Bildungsstätte suchen, stellte Schwarz klar. Die Zukunft der Gebäude wäre dann offen. CD

Über 20 000 Besucher

beim „Fest der Kirche“

Mehr als 20 000 Berliner haben nach Schätzung der Veranstalter am Samstagnachmittag das „Fest der Kirchen“ besucht. Vor dem Roten Rathaus fand am Abend ein ökumenischer Gottesdienst statt. Die Feier leiteten Kardinal Rainer Maria Woelki, Landesbischof Markus Dröge, der griechisch-orthodoxe Metropolit Augoustinos sowie die Generalsekretärin des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, Regina Claas. Auf dem Gelände zwischen Marienkirche und Rathaus gab es am Nachmittag Programm. So präsentierten sich über 170 kirchliche Initiativen und Einrichtungen. Auf einer Open-AirBühne und in der Kirche fanden Konzerte statt. KNA

Richtfest für Wohnungen und Läden im Haus Cumberland am Ku’damm

Die Umgestaltung und Sanierung des 100 Jahre alten Baudenkmals Haus Cumberland am Kurfürstendamm für etwa 120 Millionen Euro geht dem Ende entgegen: Am Sonnabend feierten die drei Investoren in Charlottenburg das Richtfest, im November wollen drei Läden öffnen – darunter ein „14 oz.“-Store des Gründers der Modemesse Bread & Butter, Karl-Heinz Müller. Etwas später folgt ein Restaurant des Borchardt-Wirts Roland Mary. Die 166 Wohnungen und 17 Penthäuser sind bereits alle verkauft und sollen zwischen Ende dieses Jahres und Mitte 2013 bezugsfertig werden. Der einst als hotelähnliches „Boarding House“ errichtete Altbau mit fünf Höfen hatte seit 2002 leer gestanden, der Umbau begann vor einem Jahr. CD

Frauen protestieren

gegen sexuelle Belästigung

Mit einem „Slutwalk“ (Schlampenlauf) vom Brandenburger Tor zum Strausberger Platz haben rund 1000 Frauen am Samstag gegen sexuelle Belästigung protestiert. Ziel sei es, fürs Recht auf Selbstbestimmung hinsichtlich Körper, Geschlecht, sexueller Orientierung, Verhalten, Aussehen und Kleidung zu demonstrieren, hieß es vom Veranstalter. dapd

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