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Konflikt in der Jüdischen Gemeinde: Schiedsausschuss tritt zurück

Der interne Schiedsausschuss der Jüdischen Gemeinde zu Berlin ist am Freitag zurückgetreten. Ihren Schritt begründeten die Rechtsanwälte Nathan Gelbart, Peter Zuriel und der Mediziner Roman Skoblo unter anderem damit, dass „die Bewilligung der Vergütung“ des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, Gideon Joffe, „nicht unerheblichen rechtlichen Bedenken unterliegt“. Das Jahresgehalt in Höhe von 125 000 Euro sei nur mündlich in der Repräsentantenversammlung abgestimmt worden. Im Rechtsstreit darum habe Joffe „hohe Kosten für den ohnehin überschuldeten Gemeindehaushalt verursacht“. Die Schiedsausschussmitglieder beklagten zudem „nicht vorhandenen Respekt des Vorstandes“ sowie das Versäumnis des Präsidiums des Gemeindeparlaments, den Schiedsausschuss auch durch eine Nachwahl „ordnungsgemäß zu besetzen“. Die drei zur Opposition gehörenden Mitglieder des Gemeindeparlaments Micha Guttmann, Michael Joachim und Tuvia Schlesinger sehen in dem Rücktritt einen „Eklat“ und „einen Protest gegen den Vorstand“ – der Vorstand schwäche die Kraft der Jüdischen Gemeinde in Zeiten, in denen es verstärkt zu öffentlichen Übergriffen käme. Gideon Joffe sagte auf Anfrage, „ich bedauere es sehr, dass der Schiedsausschuss diese Entscheidung getroffen hat, zumal aus der Korrespondenz der vergangenen Wochen mehr Entscheidungsbereitschaft zu vernehmen war“. Joffe sagte weiter, „die Gehaltsfrage gehört zum politischen Spiel. Sogar bei einer Persönlichkeit wie Heinz Galinski musste ein Gericht die Frage klären.“ kög

Brandstifter legen

im Tattoostudio Feuer

Brandstifter haben ein Tattoostudio in Reinickendorf angezündet. Drei dunkel gekleidete Männer sollen laut Polizeiermittlungen in der Nacht zu Freitag, 3.30 Uhr, mit einem Gullydeckel das Schaufenster des Geschäfts am Eichborndamm eingeworfen und dann Feuer gelegt haben. dapd

Fußgängerin bei Zusammenstoß

mit Auto schwer verletzt

Eine Fußgängerin ist bei einem Verkehrsunfall in Niederschönhausen schwer verletzt worden. Die 63-Jährige war am Donnerstagabend gegen 19.40 Uhr in der Waldstraße von einem Auto eines 48-Jährigen erfasst worden, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Sie wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht. dapd

Elfjähriger wird

von Wagen erfasst

Ein elf Jahre alter Junge ist in Kreuzberg von einem Auto angefahren worden. Das Kind war ersten Ermittlungen zufolge am Donnerstagabend gegen 18.25 Uhr in der Sebastianstraße zwischen geparkten Autos hervor auf die Fahrbahn gerannt, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Eine 59-Jährige erfasste das Kind mit ihrem Auto. Der Junge kam in eine Klinik. dapd

Cannabis-Anbau-Geräte

über die Straße geschleppt

Nachdem sie am helllichten Tag ihre Gerätschaften zum Cannabisanbau aus ihrem Spandauer Einfamilienhaus schleppten und damit über die Straße liefen, wurden zwei Männer von der Polizei festgenommen. Ein Zeuge hatte den 30- und 35-Jährigen gegen 17 Uhr in der Straße Beerwinkel im Falkenhagener Feld beobachtet, wie sie die Geräte in einen Transporter verluden, dessen Kennzeichen überklebt waren. Die alarmierte Polizei durchsuchte das Haus und stellte fest, dass es als Indoor-Hanf-Plantage genutzt wurde. Wie die Polizei mitteilte, seien die Männer bekannt. Sie hätten schon wegen Rauschgiftdelikten Haftstrafen verbüßt. Die Bilanz der Hausdurchsuchung: 18 Kilogramm Cannabis, ein Messer, eine Axt und eine Luftdruckpistole. Tsp

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