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Rückfalltäter muss

in Sicherungsverwahrung



Nur Wochen nach seiner Haftentlassung lockte der Sexualstraftäter Roland N. erneut einen zwölfjährigen Jungen in seine Wohnung in Marzahn. Es kam zu zwei Übergriffen. Die erneute Tat führte zu Haft nach der Haft: Wegen schweren sexuellen Missbrauchs wurde der 46-Jährige am Montag zu fünfeinhalb Gefängnis sowie anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Der schwergewichtige Mann mit 23 Vorstrafen stand unter Führungsaufsicht, als er einer flüchtigen Bekannten anbot, sich für ein paar Tage um ihren Jungen zu kümmern. Roland N. habe die Gelegenheit ergriffen, hieß es im Urteil. Der Angeklagte mit pädophiler Neigung war 17 Jahre alt, als er erstmals ein Kind missbrauchte. Von seinen Vorstrafen beziehen sich sieben auf unterschiedliche Sexualdelikte. Zuletzt hatte er drei Jahre und neun Monate wegen Missbrauchs von zwei Jungen verbüßt. N. musste ohne Therapie aus dem Gefängnis entlassen werden. Er war nicht bereit für eine Behandlung. 13 Tage nach dem Rückfall wurde er festgenommen. Bereits bei der Polizei legte er ein Geständnis ab. K.G.

Ausstellung zeigt Stasi-Fotos

über Steglitz-Zehlendorf

Rund 120 Stasi-Fotos aus Steglitz-Zehlendorf sind ab Mittwoch in der Schwartzschen Villa (Grunewaldstraße 55) zu sehen. Damit werde dokumentiert, wie sehr die beiden damaligen Westbezirke im Visier des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) standen, teilte das Bezirksamt mit. Die Ausstellung „Geheim! Die Stasi fotografiert Steglitz und Zehlendorf“ wird bis 11. November gezeigt. Die meisten Fotografien stammen aus der Zeit vor dem Mauerbau. Sie dokumentierten unter anderem das Interesse an vermeintlichen Treffpunkten westlicher Geheimdienstmitarbeiter. Ergänzt werden die Fotos aus dem Bestand der Stasi-Unterlagen-Behörde durch Dokumente. Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, samstags ab 14 Uhr geöffnet. epd

Förderverein Stadtschloss glaubt

an wachsende Spendenbereitschaft

Nach Ansicht des Fördervereins Berliner Schloss wird die notwendige Spendensumme für die Barockfassaden des Humboldtforums zusammenkommen. Von den benötigten 80 Millionen Euro seien bereits 23 Millionen Euro in bar gesammelt worden, sagte Vereinsgeschäftsführer Wilhelm von Boddien. Für weitere zehn Millionen habe er sichere Zusagen. Allein die Mittelfreigabe des Bundestages für das Projekt und die Musterfassade hätten die Spendenfreudigkeit erhöht, betonte Boddien. Erfahrungsgemäß ginge ein Großteil der Spenden erst im letzten Drittel der Bauphase ein. dapd

Nigerianische Botschaft

von Asylbewerbern besetzt

Etwa 20 Menschen sind Montagmittag für zwei Stunden in die nigerianische Botschaft eingedrungen. Sie haben gegen die Abschiebung von Flüchtlingen protestiert. Die Polizei setzte Pfefferspray ein und führte die Besetzer aus dem Haus. Es gab vereinzelte Festnahmen, zwei Personen waren vermummt. Gegen die Eindringlinge wurden Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs und Widerstand gegen Vollzugsbeamte geschrieben. Bei den Aktivisten im Gebäude handele es sich um Flüchtlinge, die derzeit in einem Protestcamp in Kreuzberg ausharren. „Wir sind hier, weil die Botschaft am effektivsten mit dem deutschen Staat zusammenarbeitet und die meisten Abschiebungen nach Afrika hier abgewickelt werden“, sagte der Sprecher des Aktionsbündnisses „Refugee Protest March“, Thomas Ndindah. Nach Angaben der Polizei versammelten sich etwa 40 weitere Menschen vor dem Gebäude. 80 Protestierer schlossen sich ihnen an und zogen in einem spontanen Demonstrationszug zum Oranienplatz weiter.KH

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