NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Luftwaffe verlegt Führung aus Köln/Bonn nach Gatow

Die Luftstreitkräfte der Bundeswehr werden ab sofort von Berlin aus geführt. In der Steinhoff-Kaserne auf dem ehemaligen Flugplatz Gatow wurde am Dienstag das Kommando Luftwaffe in Dienst gestellt. Führungsstab und -kommando sowie Teile des Luftwaffenamtes, die sich bisher allesamt in Köln/Bonn befanden, werden hier zusammengefasst, sagte der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker. Unter der Leitung von Luftwaffeninspekteur Generalleutnant Karl Müllner haben die ersten 120 Soldaten und zivilen Mitarbeiter ihre Arbeit in Spandau aufgenommen. Derzeit werden dort noch Gebäude saniert, bis 2017 soll der Standort auf 330 Dienstkräfte anwachsen. Bis dahin soll dann auch die bisher noch überwiegend in Köln/Bonn ansässige Flugbereitschaft zum neuen Flughafen BER verlegt worden sein. du-

Senat sucht Beauftragten für Pop- und Rockmusik

Berlin soll im kommenden Jahr einen Beauftragten für Pop- und Rockmusik bekommen. Am Dienstag beschloss der Senat ein Konzept für ein Musicboard, mit dem künftig der Musikstandort Berlin ausgebaut werden soll. „Berlin ist schon jetzt Hauptstadt der Pop- und Rockmusik in Deutschland“, sagte der Chef der Senatskanzlei, Björn Böhning (SPD). Daran möchte der Senat jetzt anknüpfen und die Stadt noch attraktiver für die Musikszene machen. Dafür werden eine Million Euro bereitgestellt. Der Pop-Beauftragte soll außerhalb der Verwaltung arbeiten und Förderprojekte auf den Weg bringen. Unter anderem sollen Nachwuchskünstler bei der internationalen Vermarktung unterstützt werden. sik

Berlin will Verbraucher vor Schrottimmobilien schützen

Berlin über den Bundesrat einen besseren Schutz von Verbrauchern vor dem Erwerb sogenannter Schrottimmobilien erreichen. Der Senat beschloss am Dienstag auf Vorlage von Verbraucherschutzsenator Thomas Heilmann (CDU), dass dazu zwei Bundesgesetze geändert werden sollen. Im Beurkundungsgesetz darf demnach nur noch der Notar, der später den Kauf beurkundet, dem Kunden den Text des geplanten Rechtsgeschäfts zusenden – und zwar mindestens zwei Wochen vor der Unterzeichnung. Wird die Frist nicht eingehalten, muss er dies schriftlich begründen. Die Begründung könne dann auch überprüft werden. Zudem soll die Bundesnotarordnung angepasst werden. Verstößt künftig ein Notar wiederholt grob gegen diese Pflichten, muss er nach dem Willen Berlins seines Amtes enthoben werden. Die Änderungen sollen sicherstellen, dass der potenzielle Käufer bei Immobilienkäufen nicht überrumpelt wird. dapd

Grüne sehen sich durch Senatskritik an Zootierzucht bestätigt

Der Senat will die von Tierschützern kritisierte Praxis des Zoos unterbinden, Tiergeschwister zu paaren. Das geht nach Angaben der Grünen-Tierschutzpolitikerin Claudia Hämmerling aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage hervor. Ihre Fraktion fordert schon länger „ein Ende der Inzest-Zucht im Berliner Zoo und im Tierpark“. Nun habe auch der Senat diese Praxis als „tierschutzrechtlichen Verstoß“ bewertet. Daher könne „die vom Zoochef betriebene Löwenzucht im Zoo nicht mehr in der Form fortgesetzt werden“. Inzest-Zucht solle künftig durch die zuständigen Amtsveterinäre des Bezirks Mitte untersagt werden. lvt

Motorradfahrer bei Unfall in Mariendorf schwer verletzt

Bei einem Verkehrsunfall in Mariendorf ist ein Motorradfahrer schwer verletzt worden. Er kollidierte am Dienstagvormittag mit einem Auto, dessen 19-jährige Fahrerin in die Friedenstraße abbiegen wollte, wie die Polizei mitteilte. Durch den Zusammenprall stürzte der 50-jährige Motorradfahrer zu Boden. Dabei verletzte er sich an Arm und Rumpf. Er wurde zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die 19-Jährige erlitt einen Schock. dapd

Junge Unternehmer wollen Nachwuchs fördern

Berlin ist einer von bundesweit 80 Standorten, an denen der Verband „Wirtschaftsjunioren Deutschland“ Jugendlichen eine Chance auf einen Start ins Berufsleben geben will. Der aus jungen Unternehmern bestehende Verband beteiligt sich damit an dem Projekt „Jugend stärken“, das vom Familienministerium ins Leben gerufen wurde. Die Unternehmer möchten Verantwortung für Jugendliche aus sozial schwachen Familien übernehmen, ihnen die Chance auf ein Schüler-Praktikum geben oder sie mit einem Bewerbungstraining unterstützen. Auch Betriebsbesichtigungen sollen auf dem Programm stehen. Das Projekt wurde am Dienstag im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt vorgestellt. Bei der Veranstaltung waren neben Familienministerin Kristina Schröder (CDU) auch die Botschafter des Projekts anwesend, darunter der Unternehmer Hans Wall, die Schriftstellerin Sineb el Masrar und die Sängerin Sandy Mölling von den No Angels. Deutschlandweit will der Verband 1000 junge Menschen fördern.fiem

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