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Angeschossene Schmuckräuber: Juwelier unter Verdacht

Berlin - Die Polizei hat den Raubüberfall auf einen Schmuckladen in Gesundbrunnen vor zwei Wochen offenbar aufgeklärt: Wie ein Ermittler bestätigte, besteht der Verdacht, dass der Juwelier selbst auf die mutmaßlichen Räuber geschossen hat. Sein Anwalt soll die Tatwaffe bei der Polizei abgegeben haben. Wie berichtet, waren zwei Maskierte (23 und 25 Jahre) am 10. Oktober in das Geschäft in der Badstraße eingedrungen, bedrohten den Inhaber und Angestellte und flüchteten dann mit der Beute. Kurz darauf erschienen beide Männer blutüberströmt und mit Schusswunden auf der Rettungsstation eines nahe gelegenen Krankenhauses. Nach jetzigen Erkenntnissen hat der Juwelier den Männern hinterhergeschossen. Bei einer ersten Befragung hatte der überfallene Juwelier ausgesagt, dass er nicht geschossen habe. tabu

Alle in Polen entdeckten Leichen

sind identifiziert

Posen/Frankfurt (Oder) - Die nach dem Diebstahl eines Transporters in Polen entdeckten zwölf Leichen sind identifiziert. Es handele sich um die Toten aus Brandenburg, sagte ein Polizeisprecher. Zwei Kriminalisten aus Brandenburg waren am Mittwoch für die Identifizierung nach Posen (Poznan) gereist. Die Angehörigen seien inzwischen informiert worden. Die Polizei helfe bei den komplizierten Formalitäten zur Rückführung der Leichen. Dies werde mindestens ein bis zwei Tage in Anspruch nehmen. Die Särge mit den Toten hatten sich in einem Transporter befunden, der in der Nacht zum 15. Oktober an der Berliner Stadtgrenze gestohlen worden war. dpa

Berlin hat 10 000 Straßenbäume

weniger als 2005

Berlin - Berlin verliert weiterhin mehr Straßenbäume, als nachgepflanzt werden. Das kritisierte der Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bei der Vorstellung eines Baumreports 2011/2012. Demnach verliert Berlin durchschnittlich 1500 Straßenbäume jährlich, noch vor einigen Jahren waren es 1800. Seit 2005 verschwanden insgesamt 10 359 Bäume aus dem Straßenbild. Zehn von den zwölf Berliner Bezirken wiesen bei den Nachpflanzungen eine negative Bilanz aus, nur in Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte seien seit zwischen 2005 und 2011 mehr Bäume gepflanzt als gefällt worden. epd

Griebnitzsee bekommt zweiten Bahnsteig für Regionalverkehr

Golm / Babelsberg - Der seit langem geforderte zweite Regionalbahnsteig für den Bahnhof Griebnitzsee soll 2014 kommen. Dies habe das Landesinfrastrukturministerium zugesagt, hieß es aus der Potsdamer Stadtverwaltung. Der zweite Bahnsteig ermögliche dann die schnelle Verbindung vom Unistandort Golm über den Hauptbahnhof ins Berliner Zentrum. Die Regionalzüge sollen im Berufsverkehr im 20-Minuten-Takt fahren. pee

Mitte will bei Bierbikes

Lösung für ganz Berlin

Berlin - Für sogenannte Bierbikes will Mitte eine Lösung für ganz Berlin. Eine Regelung ausschließlich für den Bezirk, wie es Staatssekretär Christian Gaebler von der Senatsverkehrsverwaltung angeregt hat, sei nicht „zielführend“, erklärte Mittes Stadtrat für Stadtentwicklung, Carsten Spallek (CDU).kt

Prozess um Raubmord

an 81-Jähriger aus Altglienicke

Berlin - Die 81-Jährige stand in ihrem Keller, als der Täter angriff. Sechs Tage nach dem Verbrechen wurde ein 31-jähriger Mann aus Neukölln verhaftet. Ibrahim Ö. soll die frühere Lehrerin in eine Falle gelockt, umgebracht und beraubt haben. Er bestritt den Mordvorwurf und sprach von zwei Männern, für die er lediglich als Dieb mit von der Partie gewesen sei. Vor Gericht hüllte sich der wegen Raubes vorbestrafte Mann am Donnerstag in Schweigen. Allerdings hatte Ö. im März 2012 viele Spuren hinterlassen – in der Wohnung und an der Leiche. Gegenüber den Ermittlern bezichtigte er die Unbekannten. Nach dem Diebstahl habe er die Männer im Keller gesehen. „Da lag die Frau auf dem Boden“, gab Ö. zu Protokoll. Er habe versucht, sie zu retten. Doch die Spuren, die man am Opfer fand, passten aus Sicht der Ermittler nicht zu seiner Version. Der Prozess geht am Dienstag weiter. K.G.

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