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Käuferansturm aus dem Umland

am Reformationstag



Viele Brandenburger haben den Reformationstag zum Einkaufen in Berlin genutzt. Auch aus Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt, wo am Mittwoch ebenfalls nicht gearbeitet wurde, sollen zahlreiche Kunden gekommen sein. „Es brummt wie jedes Jahr, wir haben 60 Prozent mehr Kunden“, sagte Geschäftsführer Torsten Kruse vom Kaufhof am Alexanderplatz. Im Kulturkaufhaus Dussmann sprach Leiterin Julia Claren von 20 Prozent mehr Umsatz. Berlins größtes Center, die Gropius-Passagen in Neukölln, schätzten die Besucherzahl auf 50 000. Aus den Potsdamer-Platz-Arkaden hieß es, das Haus sei deutlich voller als sonst, vor Geldautomaten bildeten sich Warteschlangen. Laut Handelsverband machten Berlins Händler etwa 20 Prozent mehr Umsatz als an durchschnittlichen Verkaufstagen. CD

Hotel Adlon bleibt mindestens

20 weitere Jahre ein Kempinski-Haus

Das Hotel Adlon wird mindestens bis zum Jahr 2032 weiter von der Kempinski-Gruppe betrieben. Dies besagt der jetzt vorzeitig verlängerte Pachtvertrag zwischen Kempinski und dem Gebäudeeigner, der von Anno August Jagdfeld geleiteten Adlon-Fundus-KG. Wie das Hotel und die Jagdfeld-Gruppe am Mittwoch mitteilten, kann dieser Vertrag anschließend erneut um zweimal fünf Jahre verlängert werden. Für den Adlon-Fonds, in den rund 4400 Anleger investiert haben, bedeute dies garantierte Einnahmen von insgesamt rund 300 Millionen Euro, hieß es. Kempinski betreibt das Haus seit der Eröffnung 1997; die Verlängerung wäre erst 2017 notwendig gewesen. Beide Seiten begrüßten das Verhandlungsergebnis: Es gebe nun Planungssicherheit, um die Spitzenposition des Hotels weiter auszubauen. bm

Mann starb

in Polizeigewahrsam

Ein 44-jähriger Mann ist am Mittwoch im Polizeigewahrsam in Tiergarten gestorben. Mitarbeiter fanden ihn gegen 3.20 Uhr leblos in einer Zelle in der Perleberger Straße. Die Wiederbelebungsversuche eines Notarztes blieben erfolglos. Der Man war als „hilflose Person“ in den Gewahrsam gebracht worden. Die Todesursache ist noch unklar. Ein Fremdverschulden liegt laut Polizei jedoch nach ersten Erkenntnissen nicht vor. tabu

Umsatzeinbußen durch U-Bahn-Bau: Kein Anspruch auf Entschädigung

Das Land Berlin muss einem straßenbaugeschädigten Gewerbetreibenden nur einen Ausgleich zahlen, wenn er durch die Baumaßnahmen in seiner Existenz gefährdet wird. Das hat das Verwaltungsgericht entschieden. Geklagt hatte eine Apothekerin aus Prenzlauer Berg, die Umsatzeinbußen erlitten hatte, als der Viadukt der U-Bahnlinie 2 in den Jahren 2009 bis 2011 erneuert wurde. Der Senat hatte ihr Hilfsersuchen abgelehnt; nun blieb auch ihre Klage erfolglos. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Berufung möglich. fk

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