NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

„Kant-Dreieck“ darf wachsen,

aber ohne Werbung am Dachsegel

Das elfstöckige Hochhaus Kant-Dreieck an der Charlottenburger Kantstraße darf um sechs Etagen aufgestockt werden. Darauf hat sich jetzt der bezirkliche Stadtentwicklungsausschuss geeinigt. Vertreter der CDU und der Piratenpartei forderten aber, es dürfe an dem markanten weißen Dachsegel keine Werbung mehr geben. SPD und Grüne wollen zumindest keine städtebaulich störende Reklame zulassen. Baustadtrat Marc Schulte (SPD) rechnet damit, dass die Eigentümerfirma KapHag deshalb auf die Aufstockung verzichten wird – denn ohne Werbeeinnahmen sei diese unrentabel. Die KapHag und Architekt Josef Paul Kleihues hatten das 1995 eröffnete Bürohaus ursprünglich 72 Meter hoch geplant, erlaubt wurden damals aber nur 54 Meter. Anders als heute gab es in der Umgebung noch keine anderen großen Bauten wie das Neue Kranzler-Eck oder das 119 Meter hohe Zoofenster. Zurzeit trägt das Dachsegel das Logo des Energieversorgers Vattenfall, der Büros im Kant-Dreieck hat. CD

Diakonie fordert Runden Tisch

wegen Kinderarmut

Angesichts einer steigenden Kinderarmut hat das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg ein stärkeres Engagement des Senats verlangt. „Berlin ist noch immer die Hauptstadt der Kinderarmut“, sagte Diakoniedirektorin Susanne Kahl-Passoth am Donnerstag. Sie forderte die Einrichtung eines Runden Tisches mit Vertretern der Senatsverwaltungen, der Wohlfahrtsverbände und der Arbeitsagentur. „Der Senat muss sich mit Fachleuten an einen Tisch setzen, um endlich Lösungen zu finden.“ Hintergrund ist eine von der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlichte Studie. Demnach sollen in Berlin 145 866 Kinder in Hartz-IV-Familien leben. Damit lebt fast jedes dritte Kind in der Stadt von Sozialleistungen. „Es ist entsetzlich, wenn die Kleinsten in Armut leben. Kinder sind unsere Zukunft. Sie brauchen faire Chancen im Leben“, sagte Kahl-Passoth. dapd

Gericht verhandelt im Januar

Klagen gegen Wannsee-Flugroute

Das Oberverwaltungsgericht verhandelt am 23. Januar die Klagen gegen die Wannsee-Flugroute vom künftigen Hauptstadtflughafen. Es befasst sich mit Klagen der Gemeinde Kleinmachnow und einer Privatperson gegen das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung, das die Flugrouten festgelegt hatte. Die Kläger halten die Wannsee-Route unter Lärmschutz- und Sicherheitsaspekten für rechtswidrig. Dem Gericht liegen weitere Klagen gegen Flugrouten vor, unter anderem wehren sich Bürger aus Friedrichshagen gegen die Müggelsee-Route. (Seite 15).dapd

Sozialdienst startet Kältehilfe

für Obdachlose aus Osteuropa

Zu Beginn der kalten Jahreszeit haben die „Gebewo soziale Dienste gGmbH“ das Hilfsprojekt „Frostschutzengel“ gestartet. Dabei sollen sich drei Berater an obdachlose Migranten aus Osteuropa wenden und ihnen beim Aufbau einer Existenz helfen. Die Berater, die Russisch, Polnisch und die baltischen Sprachen beherrschen, würden die Betroffenen bei der Berliner Kältehilfe aufsuchen und sie über Sozial- und Rechtsfragen aufklären. Seit Jahren hat die Kältehilfe einen verstärkten Zulauf osteuropäischer Hilfsbedürftiger. dapd

Projekt Morus 14 im Rollbergkiez

vorerst gesichert

Das Integrationszentrum Gemeinschaftshaus Morus 14 im Neuköllner Rollbergkiez ist gerettet. Zumindest 2013 kann der mehrfach ausgezeichnete Verein, der beispielsweise mehr als 200 Kinder im „Netzwerk Schülerhilfe“ unterrichtet, seine Arbeit fortsetzen. Das sagte der Geschäftsführer Gilles Duhem dem Tagesspiegel. Er hatte zum 1. Oktober die Geschäftsführung niedergelegt, um Kosten zu sparen, denn das Geld reichte nicht mehr für die wichtigen Projekte. Durch den Hilferuf des Vereins seien im September viele Kleinspenden zusammengekommen sowie die Zusage für eine größere Summe, die für 2013 ausreiche. Zu den Sponsoren gehöre unter anderem die Wall AG. das

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