NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Baby schwer misshandelt –

Vater tatverdächtig

Erneut ist ein Baby schwer misshandelt worden. Der sechs Monate alte Junge aus Tiergarten sei bereits am Sonntag mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Die Ärzte hätten bei dem in Lebensgefahr schwebenden Säugling unterschiedlich alte Blutungen im Gehirn festgestellt. Inzwischen sei der Zustand des kleinen Jungen stabil, sagte der Sprecher. Die Eltern sollen zunächst keine Erklärung für die Verletzungen gehabt haben. Inzwischen gilt der 36-jährige Vater den Angaben zufolge als tatverdächtig. Er sollte noch am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden. Die 29-jährige Mutter wurde nach ihrer Vernehmung entlassen. dapd

Tod im Tunnel: Wachleute

zu Geldbußen verurteilt

Nach dem Tod eines 42-jährigen Mannes in einem U-Bahntunnel müssen drei Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma Geldbußen von jeweils 1000 Euro zahlen. Mit dieser Entscheidung stellte das Amtsgericht das Verfahren um fahrlässige Tötung ein. Aus Sicht der Richter lag geringe Schuld vor. Der Mann, der am Abend des 21. April 2008 am Nauener Platz in Wedding unter Einfluss von Drogen in den Tunnel der U 9 gelaufen war, sei maßgeblicher Verursacher des Unfalls gewesen. Fahrgäste hatten kurz vor dem Unglück vier Sicherheitsleute angesprochen, die im Auftrag der BVG in einem Zug unterwegs waren. „Da ist ein Mann mit Hund in den Tunnel gelaufen“, warnten sie. Ein Security-Mann sah aus der Tür und sagte: „Da ist doch nichts.“ Gegen diesen Angeklagten war bereits im Mai 2010 eine sechsmonatige Bewährungsstrafe verhängt worden. Was seine drei Kollegen in der Situation von den Fahrgästen erfahren hatten und ob auch sie hätten tätig werden müssen, blieb ungeklärt. K.G.

Großeinsatz der Polizei

gegen Supermarkt-Diebesbande

Stadtweit hat die Polizei Mittwoch früh mit 250 Beamten und zwei Teams des Spezialeinsatzkommandos (SEK) Wohnungen von Verdächtigen durchsucht. Dabei wurden 14 Beschuldigte ermittelt. Alle sind laut Staatsanwaltschaft Mitglieder libanesischer Großfamilien. Gegen drei von ihnen erging Haftbefehl wegen gewerbsmäßigen Bandendiebstahls. In 25 Fällen sollen die Tatverdächtigen nach Angaben der Staatsanwaltschaft verschiedene Supermarktketten bestohlen haben. Meist seien die Männer dabei zu viert in die Märkte gegangen. Einer habe sich den Einkaufswagen vollgeladen mit teuren Alkoholika, Kaffee und teilweise anderen hochwertigen Waren. Drei Männer hätten das Verkaufspersonal abgelenkt, so dass der Komplize den Einkaufswagen nach draußen schieben konnte. Ein Vierter habe die Beute dann aus dem Einkaufswagen geräumt. Bei den Durchsuchungen am Mittwoch wurde die Kleidung entdeckt, die die Verdächtigen während der Taten getragen haben sollen. Außerdem stießen die Ermittler bei den Einsätzen auf Drogen. tabu

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