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Rocker-Aussteiger

zu Haft verurteilt



Für den Aussteiger aus der Rockerszene ist es der dritte Schuldspruch innerhalb von nur zwei Monaten: Der 25-jährige Kronzeuge, der in rund 60 Vernehmungen sich selbst und frühere „Brüder“ belastet hat, wurde am Montag wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung zu vier Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. In das Urteil wurden drei Vorstrafen einbezogen. Der mitangeklagte frühere Präsident des Bandido-Supporterclubs „La Onda“ muss für vier Jahre und sechs Monate ins Gefängnis. Beide waren an einer Strafaktion gegen ein Mitglied der verfeindeten Hells Angels sowie einen Überfall auf zwei Frauen in deren Wohnung beteiligt. Die Messerattacke auf den Hells Angel im Januar des Jahres 2010 sei ein Präventivschlag gewesen, um ein Mitglied eines anderen Rockerclubs auszuschalten, hieß es. Der Vorsitzende Richter sprach von einer menschenverachtenden Gesinnung und Selbstjustiz. Gegen zwei an dem Raub beteiligte Angeklagte ergingen Strafen von je vier Jahren und drei Monaten. Mit dem Bandidos-Aussteiger hatte erstmals ein Ex-Rocker vor einem Berliner Gericht ausgepackt und Komplizen aus der Szene benannt. „Ich will mit meiner kriminellen Vergangenheit abschließen“, sagte der streng beschützte Mann. Besonders strafmildernd sei zu berücksichtigen, dass er sich durch sein großes Maß an Aufklärungshilfe selbst in Gefahr gebracht hat, sagte die Anklägerin. K.G.

Hartz-IV-Empfänger

beendet Hungerstreik

Der Berliner Hartz-IV-Empfänger Ralph Boes hat seinen Hungerstreik nach knapp einem Monat beendet. Boes hatte mehrere Jobangebote abgelehnt und bekam deshalb kaum noch Geld vom Amt. Das Jobcenter habe zwei Drittel der Sanktionen gegen ihn zurückgenommen und über 200 Euro überwiesen, sagte er. dpa

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