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Polizeieinsatz im Flüchtlingscamp

wegen zu lauter Musikanlage

Wegen Ruhestörung kam es am Sonntagabend zwischen 21 und 22 Uhr zu einem Polizeieinsatz im Flüchtlingscamp am Oranienplatz in Kreuzberg. Anwohner hatten wegen zu lauter Musik die Polizei gerufen. Nach Angaben eines Campbewohners sollen rund zwei Dutzend Beamte in das Camp gekommen sein. Die Polizei wollte die Anzahl der Beamten nicht bestätigen, es hieß lediglich: „Wenn man nicht weiß, wie viele Leute einen am Einsatzort erwarten, ist es besser, gleich mit 40 Mann anzurücken als mit zwei“, sagte ein Polizeisprecher auf Tagesspiegel-Anfrage. Aufgrund der politischen Brisanz vor Ort sei es besser gewesen, von vornherein vorsichtiger zu sein. Die Polizisten hätten vor Ort mit einer Verantwortlichen des Camps gesprochen, die sich einsichtig gezeigt habe. Die Musikanlage sei gegen 22 Uhr abgebaut und der Einsatz daraufhin beendet worden. Die Asylbewerber campieren seit dem 6. Oktober am Orianienplatz. kh

Test mit „sprechender Haltestelle“

von Sehbehinderten kritisiert

Die BVG testet jetzt drei Monate lang „sprechende Haltestellen“, die besonders für Sehbehinderte gedacht sind. Auf Knopfdruck werden aktuelle Abfahrtzeiten und Informationen über die nächsten Fahrten vorgelesen, wie sie auf den elektronischen Anzeigern, Daisy genannt, an Bus- und Straßenbahnhaltestellen sowie bei der U-Bahn bislang nur zu sehen sind. Der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein setzt sich dagegen dafür ein, Ansagen zu den Fahrzielen an den Fahrzeugen zu machen. Der Verein befürchtet, dass selbst bei einem Erfolg des Tests nur ein Bruchteil der Haltestellen umgestellt werden würde. kt

Senat stellt Liste fehlender Straßenbäume ins Internet

Die Spendenkampagne des Senats für neue Straßenbäume ist erweitert worden: Ab sofort sind stadtweit rund 800 Standorte auf einer interaktiven Karte abrufbar, an denen fehlende Straßenbäume (Stückpreis inklusive Pflege für die ersten Jahre: 1000 Euro) mithilfe privater Spenden ersetzt werden sollen. Wer 500 Euro überweist, kann sich den Standort des Baumes aussuchen. Kleinere Spenden werden gesammelt, bis 500 Euro beisammen sind. Die Summe wird dann jeweils vom Senat verdoppelt. Mit der Kampagne sollen bis zu 10 000 neue Bäume beschafft werden, um die Verluste der vergangenen Jahre auszugleichen. obs

Infos telefonisch: (030) 9025-1234, online: www.berlin.de/stadtbaum

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