NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Mann springt bei Wohnungsbrand aus Fenster und stirbt



Berlin - Ein 62-jähriger Mann ist am Mittwoch früh beim Sprung aus dem Fenster seiner brennenden Wohnung ums Leben gekommen. Die Feuerwehr war um 6.22 Uhr in die Eberhardstraße gerufen worden, weil dort eine Wohnung im dritten Stock brannte. Das Feuer hatte sich bereits auf das darüberliegende Dach ausgedehnt. Laut Feuerwehr war der Mieter der Wohnung, in der es lichterloh brannte, aus dem Fenster gesprungen, bevor die Rettungskräfte eintrafen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Der 62-Jährige erlag seinen schweren Verletzungen noch am Einsatzort. Rund 30 Bewohner konnten das Haus unverletzt verlassen. Um kurz nach 8.30 Uhr hatten die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle. Die Polizei ermittelt nun die Brandursache. Laut einem Beamten hatten Zeugen berichtet, dass der 62-Jährige seine Miete nicht gezahlt habe. Deshalb werde auch dem Verdacht vorsätzlicher Brandstiftung nachgegangen. Der 62-Jährige ist in diesem Jahr das 21. Todesopfer eines Brandes in Berlin. tabu

Rasierklingen in Hundeködern:

Anwohnerin verhindert Anschlag

Berlin - In den Fleischbällchen steckten die Schneiden von Rasierklingen: Solche lebensgefährlichen oder sogar tödlichen Hundeköder hat eine unbekannte Frau laut Polizei am Mittwochmorgen auf dem Gehweg der Sigmaringer Straße in Wilmersdorf verteilt. Eine Anwohnerin beobachtete sie dabei, sammelte fünf Köder ein und brachte diese zur Polizei. Nach Aussage der Zeugin radelte die mutmaßliche Täterin den Gehweg entlang und verstreute dabei die Köder, die zerbrochene Teile von Rasierklingen enthielten. Die Radlerin soll 50 bis 60 Jahre alt sein, sie trug eine rote Kapuzenjacke. In diesem Jahr gab es in Berlin schon mehrfach Warnungen vor Hundeködern, die meist vergiftet waren. Laut Polizei wurde in Wilmersdorf „nun erstmals ein Täter konkret beobachtet.“ Die Kripo ermittelt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. cs



Tod bei bizarren Sex-Praktiken: Anklage will lebenslange Haft

Berlin - Im Prozess um den Tod eines 37-jährigen Bankmitarbeiters bei bizarren Sexpraktiken hat die Staatsanwältin lebenslange Haft gegen den 44-jährigen Michael S. wegen Mordes zur Befriedigung des Sexualtriebes verlangt. Er hatte das Opfer, das er über ein Online-Portal kannte, am 5. Januar 2012 ans Bett gefesselt und ihm Mund und Nase mit Paketband verklebt. Dies sei zwar einvernehmlich geschehen, "er wusste aber um das Risiko des Todes", sagte die Anklägerin. S. habe in Kauf genommen, dass sein Sexualpartner erstickt. Auch sein Verhalten nach der Tat spreche nicht für einen Unfall. Polizisten fanden einen Monat später die zerstückelte Leiche in der Mariendorfer Wohnung des arbeitslosen Handelsvertreters. Er hatte sich zunächst als Zeuge gemeldet, dann die Tötung zugegeben. Im Prozess schwieg er. Die Verteidigung bewertete die Tat als fahrlässige Tötung und verlangte eine Bewährungsstrafe. Das Urteil soll am Freitag verkündet werden. K.G.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben