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Bislang keine Klagen gegen Auswahl des Polizeipräsidenten

In der Nacht zu Dienstag ist die letzte Einspruchsfrist eines unterlegenen Bewerbers für das Amt des Polizeipräsidenten abgelaufen. Am Montagnachmittag sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichtes, dass in den vergangenen drei Wochen keine Klagen eingereicht worden seien. Es wurde nicht erwartet, dass in den letzten Stunden der Frist noch eine Klage eingeht. Dann kann Klaus Kandt zum Polizeipräsidenten ernannt werden – fast exakt zwei Jahre nach Beginn der ersten Ausschreibung. Seit dem Ausscheiden von Dieter Glietsch wird die Behörde seit Juni 2011 von Vizepräsidentin Margarete Koppers kommissarisch geleitet. Ha

Keine Hinweise zu Tätern des Anschlags auf Asylbewerberheim

Zwei Monate nach dem Anschlag auf ein Asylbewerberheim im brandenburgischen Waßmannsdorf und dem Brandanschlag auf das Vereinshaus der Falken in Britz gibt es kein „durchschlagendes Ergebnis bei den Ermittlungen. Dies berichtete Polizeivizepräsidentin Margarete Koppers am Montag im Innenausschuss. Der grüne Abgeordnete Dirk Behrendt kritisierte, dass „Nazis so frei wie lange nicht in Berlin agieren“ können. Grüne und Linkspartei warfen dem Senat vor, zu wenig gegen die Neonazigruppierung „NW Berlin“ zu unternehmen. Koppers betonte, dass der Bezug zum „Nationalen Widerstand“ nicht beweisbar sei. Derzeit werden die Daten ausgewertet, die die Berliner Behörden vom Betreiber eines amerikanischen Servers bekommen haben, auf dem Seiten des NW gespeichert waren. Dass die Amerikaner Daten übermittelt haben, wertet Koppers bereits als Erfolg. Ha

Drei jugendliche Vergewaltiger

zu Bewährungsstrafen verurteilt

Wegen Vergewaltigung einer 20-jährigen Frau in der Nähe des U-Bahnhofs Hermannplatz sind drei Jugendliche am Montag zu Bewährungsstrafen zwischen elf und 13 Monaten verurteilt worden. Das Landgericht sprach die 17- bis 19-Jährigen des Missbrauchs einer widerstandsunfähigen Person schuldig. Zudem sollen sie je 500 Euro Schmerzensgeld zahlen. Die Angeklagten, die bis zu Beginn der Verhandlung die Vorwürfe bestritten hatten, legten nach Angaben eines Sprechers Geständnisse ab. Die Frau wurde in der Nacht zum 3. Juni 2011 auf dem U-Bahnhof von den drei Jugendlichen aus arabischen und türkischen Familien angesprochen. Sie stand Ermittlungen zufolge bereits unter dem Einfluss von Alkohol sowie von Ecstasy oder K.o.-Tropfen. Als sie Geschlechtsverkehr ablehnte, wurde sie laut Anklage auf einen Spielplatz gedrängt, festgehalten und mehrfach vergewaltigt. Nachdem die Polizei Bilder einer U-Bahn-Überwachungskamera veröffentlicht hatte, stellten sich die drei Täter. Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. K.G.

Jalousien-Händler Werner Castorf

im Alter von 90 Jahren gestorben

Werner Castorf, der Jalousienhändler aus Prenzlauer Berg und Vater des Volksbühnen-Intendanten Frank Castorf, ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Im März musste er seinen Jalousienladen schließen. Werner Castorf hatte das Geschäft nach dem Krieg vom Vater übernommen, der Großvater hatte es 1899 an der Pappelallee Ecke Stargarder Straße eröffnet, damals noch als Eisenwarenhandel. Nach Jahrzehnten erfolgreicher Geschäftstätigkeit musste der Laden in viel kleinere Räume im selben Haus umziehen, erwirtschaftete kaum noch mehr als die Miete, schließlich setzte der Hauseigentümer Werner Castorf vor die Tür. Eine ausführliche Würdigung folgt am Freitag auf der Nachrufe-Seite. dae

Ehemaliger Innensenator

Kurt Neubauer ist tot

Der frühere Berliner Innensenator Kurt Neubauer ist tot. Er starb nach Angaben des Senatssprechers Richard Meng im Alter von 90 Jahren. Der in Lichtenberg geborene SPD-Politiker war von 1952 bis 1963 Mitglied des Bundestages. Bis zum Mauerbau war er neben Margarete Heise der einzige Bundestagsabgeordnete mit Wohnsitz im sowjetischen Sektor der Stadt. 1963 legte er sein Mandat nieder und wurde in West-Berlin Senator für Jugend und Sport, ehe er 1967 Innensenator und stellvertretender Bürgermeister wurde. In seine Amtszeit fiel unter anderem der nie aufgeklärte Mord an dem V-Mann Ulrich Schmücker. 1977 trat Neubauer zurück. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit würdigte Neubauer als „Urgestein der Berliner Politik und der sozialdemokratischen Partei“, der der Stadt in „einer aufregenden und zeitweise stürmischen Periode der Nachkriegsgeschichte“ gedient habe. Tsp

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