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Fernseher legte Südkreuz lahm



Der Bahnhof Südkreuz war am Mittwochabend vorübergehend komplett lahmgelegt: Sprengstoffexperten der Bundespolizei überprüften einen verdächtigen Gegenstand – er entpuppte sich aber als harmlos. Der in ein Tuch eingepackte Gegenstand von der Größe eines Koffers, für den kein Besitzer erkennbar war, war gegen 19.30 Uhr entdeckt worden. Die Bundespolizei sperrte die Fundstelle am südlichen Bahnsteigende weiträumig ab. Da die Beamten nicht ausschließen konnten, dass es sich um einen Sprengsatz handelte, wurde ein Suchhund eingesetzt. Als der keinen Alarm schlug, packten die Beamten das Gerät aus – es war ein Fernseher, der in ein Bettlaken eingewickelt war, wie ein Sprecher der Bundespolizei sagte. Während des ganzen Einsatzes war die S-Bahn angewiesen worden, auf dem Bahnhof keine Züge halten zu lassen. Dort verkehren neben der Ringbahn auch die S2 und S25. Gegen kurz nach 20 Uhr gab die Bundespolizei Entwarnung: Die Züge konnten wieder halten. loy/lvt

Lehrer im Warnstreik

An sieben Schulen kommt es heute voraussichtlich zu Unterrichtsausfällen, weil die angestellten Lehrer streiken. Nach Angaben der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wollen ab 12 Uhr 100 Pädagogen die Arbeit niederlegen. Um 14.30 Uhr soll es eine Kundgebung vor der Senatsfinanzverwaltung geben. Zum Warnstreik hatte die GEW aufgerufen, nachdem sie Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos, für SPD) erfolglos zur Aufnahme von Tarifverhandlungen aufgefordert hatte. Die angestellten Lehrer fordern Gehaltssteigerungen, die sie den verbeamteten Pädagogen gleichstellen, und bessere Arbeitsbedingungen. Die Initiative „Bildet Berlin“, in der sich angestellte Lehrer organisiert haben, unterstützt den Aufruf. Nach Angaben der GEW müssen die über 7000 angestellten Berliner Lehrer damit rechnen, im Laufe ihres Arbeitslebens rund 150 000 Euro netto weniger als ihre verbeamteten Kollegen zu verdienen. Zwar bekommen angestellte und verbeamtete Pädagogen als Berufsanfänger annähernd gleich viel Geld. Anders als Beamte haben sie aber im weiteren Berufsleben nach jetzigem Stand keine Gehaltssteigerungen zu erwarten. svo

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