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Hostels sollen Obdachlosen helfen

Wegen eines „katastrophalen“ Mangels an Plätzen für Wohnungslose hat Charlottenburg-Wilmersdorf laut Sozialstadtrat Carsten Engelmann (CDU) damit begonnen, Hostels und Pensionen um Unterstützung zu bitten. Mitarbeiter führten persönliche Gespräche mit den Betreibern, damit diese Obdachlose aufnehmen. Die Berliner Unterbringungsleitstelle des Landesamts für Gesundheit und Soziales melde seit Wochen keine freien Wohnheimplätze mehr, sagt Engelmann. Im Bezirk mangele es auch zunehmend an „bezahlbaren“ Wohnungen. „Jeden Morgen sitzen in den Fluren des Rathauses Wilmersdorf hilfesuchende Menschen.“ CD



Geld zurück für S-Bahnkunden?

Angesichts der Zugausfälle und massiven Verspätungen bei der S-Bahn kündigte Verkehrssenator Michael Müller (SPD) am Donnerstag an, dass er S-Bahnchef Peter Buchner zum Gespräch einbestellen werde. Dabei sollen Kompensationsleistungen für die wartenden und frierenden Fahrgäste ein wichtiges Thema sein. „Die Versorgungsleistungen der S-Bahn sind in diesem Winter schlechter als vor einem Jahr“, sagte Müller im Abgeordnetenhaus. Dass der Senat, wie schon in den vorigen Jahren, Gelder für nicht erbrachte Leistungen einbehalten werde, sei eine Selbstverständlichkeit. za



Lehrer streiken an sieben Schulen

Mehr als 100 angestellte Lehrer haben sich am Donnerstag an einem Warnstreik beteiligt. Um 12 Uhr legten sie an sieben Schulen die Arbeit nieder. Laut GEW beteiligten sich rund 95 Prozent der angestellten Lehrer an diesen Schulen. Später versammelten sie sich zur Kundgebung vor der Finanzverwaltung. Sie fordern Gehaltssteigerungen, die sie verbeamteten Lehrern gleichstellen, und Tarifverhandlungen zu altersgerechten Arbeitsbedingungen. Die Finanzverwaltung bietet der GEW für Januar Sondierungsgespräche zur Arbeitszeitregelung an. Weitergehende Verhandlungen müssten mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder abgestimmt werden, heißt es. sve

Vertrag für mehr Stolpersteine

Charlottenburg-Wilmersdorf verstärkt die Kooperation mit dem Projekt „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig. Bisher gibt es in Berlin mehr als 4500 der Gedenksteine, die für Opfer des Nazi-Terrors vor deren einstigen Wohnhäusern verlegt werden – darunter 1822 in der City West. Jetzt vereinbarte Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann (SPD) mit der bezirklichen Initiative um Helmut Lölhöffel die Unterstützung des Kataster- und des Tiefbauamts, mehr Öffentlichkeitsarbeit und Hilfe bei der finanziellen Abwicklung der Spendensammlungen. Dem Senat will man vorschlagen, 2013 anlässlich des 75. Jahrestags der Pogromnacht am 9. November eine bezirkliche Aktion auf ganz Berlin auszuweiten. Anwohner hatten „Stolpersteine“ mit Kerzen und Blumen geschmückt. CD

Sechs neue Stadtälteste für Berlin

Abgeordnetenhauspräsident Ralf Wieland und der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (beide SPD) zeichnen am Freitag sechs ehemalige Politiker als Stadtälteste aus; deren Zahl steigt so auf 35. Geehrt werden die frühere Senatorin und Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (SPD), Ex-Senator Wolfgang Lüder (FDP), die Grünen-Politikerin Franziska Eichstädt-Bohlig, die Präsidentin der letzten frei gewählten DDR-Volkskammer, Sabine Bergmann-Pohl (CDU), der frühere Bezirksbürgermeister Rüdiger Jakesch (CDU) und Ex-Finanzstaatssekretär Werner Heubaum (SPD). „Stadtälteste“ sind Berliner, die mehr als 20 Jahre lang Wahl- oder Ehrenämter bekleideten und über 65 Jahre alt sind. Sie werden als Ehrengäste zu Feiern eingeladen und erhalten gratis das Amtsblatt und BVG-Jahreskarten. epd/Tsp

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