NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Volksbegehren Tempelhofer Feld:

erster Erfolg und neuer Zeitplan

Die Initiative „100 Prozent Tempelhofer Feld“ hat nach Auskunft von Beteiligten bereits mehr als 20 000 Unterschriften für ihr Anliegen gesammelt, die Freifläche komplett zu erhalten. Damit ist die nötige Unterstützung für die erste Stufe eines Volksbegehrens zwar erreicht, aber vorsichtshalber soll weitergesammelt werden – unter anderem an diesem Wochenende ab 13 Uhr an den drei Haupteingängen zum Tempelhofer Park. Von ihrem ursprünglichen Zeitplan hat sich die Initiative nach Auskunft eines Sprechers allerdings verabschiedet: Ein Volksentscheid am Termin der Bundestagswahl im September sei praktisch nicht mehr zu schaffen. Realistischer sei ein gemeinsamer Termin mit der Europawahl im Frühjahr 2014. obs

Checkpoint Charlie:

Museumsbau kann bald beginnen

Für das geplante Museum des Kalten Krieges am Checkpoint Charlie stehen der Senat und der irische Investor vor einem Vertragsabschluss. „Bei Quadratmeterzahl und -preis haben wir uns im Wesentlichen geeinigt“, sagte Kulturstaatssekretär André Schmitz (SPD) am Freitag. „Wenn alles gut geht, kann das Museum 2016 eröffnet werden.“ Das 3000 Quadratmeter große Museum soll in einem noch zu errichtenden Neubau direkt am ehemaligen alliierten Kontrollpunkt errichtet werden. Die Kosten für das Museum liegen nach Senatsangaben bei rund sechs Millionen Euro. epd

Rechtsextremisten wegen Pfefferspray-Attacke vor Gericht

Nach einem Pfefferspray-Einsatz gegen Passanten im Wahlkampf 2011 steht ein Neuköllner NPD-Funktionär vor Gericht. Dem 26-jährigen Sebastian Thom sowie dem mitangeklagten Julian B. (22) werden gefährliche Körperverletzung und Bedrohung vorgeworfen. B. hatte laut Anklage einem 43-jährigen Mann in der Parchimer Allee Pfefferspray ins Gesicht und einem weiteren Mann in den Nacken gesprüht. Zu der Attacke sei es gekommen, als die Rechtsextremisten NPD-Wahlplakate aufhängten. „Es war ein Angriff aus heiterem Himmel“, sagte der 43-Jährige. Er kam mit Begleitern von einem Treffen von Umweltschützern. Die Angeklagten hätte sie aggressiv angesprochen und gedroht, dass sie „ein Messer in den Rücken bekommen könnten“. Ohne Vorwarnung habe er Pfefferspray ins Gesicht bekommen, sagte der Zeuge. Der Version der Rechten, er und seine Begleiter hätten NPD-Plakate abgerissen, widersprach er. Thom bestritt die Vorwürfe. Er habe die Polizei gerufen, keine Tätlichkeit gewollt. B. will „etwas in der Hand“ des Mannes gesehen und deshalb gesprüht haben. K.G.

Gespräch über den

Umgang mit Straßenbäumen

Weil Baumfällungen „alljährlich zu Nachfragen und Konflikten“ führen, lädt der Charlottenburg-Wilmersdorfer Stadtentwicklungsstadtrat Marc Schulte (SPD) alle Interessierten gemeinsam mit dem Ökowerk zu einer Veranstaltung ein. Das Fachgespräch „Unser Umgang mit Straßenbäumen“ findet am Donnerstag, dem 24. Januar, von 17 bis 19 Uhr im Helene-Lange-Saal in der zweiten Etage des Rathauses Charlottenburg, Otto-Suhr-Allee 100, statt. Stadtrat Schulte, Grünflächenamtsleiterin Dagmar Elbrandt sowie Christian Hönig vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) wollen über Baumpflege, Gründe für Fällungen und die Einbeziehung von Anwohnern informieren und diskutieren.CD

Unfall bei Blaulichtfahrt:

Geldbuße für Polizisten

Ein Polizist muss nach einem Unfall bei einer Blaulichtfahrt, bei der er das Martinshorn nicht aktiviert hatte, eine Buße von 500 Euro zahlen. Damit stellte das Amtsgericht das Verfahren um fahrlässige Körperverletzung im Amt ein. Es liege geringe Schuld vor. Der 38-Jährige hatte am 9. Mai 2012 bei Rot eine Kreuzung nahe der Gedächtniskirche passiert und ein Taxi gerammt. Der Fahrer und eine Insassin wurden leicht verletzt. Der Polizist gab ein Fehlverhalten zu. Bei dem Eilauftrag habe er intuitiv in den Bereich der entsprechenden Knöpfe gedrückt, das für die Sonderfahrt ebenfalls erforderliche Martinshorn allerdings verfehlt. Der Beamte habe zwar Vorschriften nicht ganz eingehalten, es sei aber die besondere Stresssituation zu berücksichtigen, entschied die Richterin. K.G.

Mehrere Schulen

stellen sich heute vor

Im Februar stehen die Anmeldungen für die weiterführenden Schulen an. Künftige Siebtklässler müssen von ihren Eltern in der Zeit vom 12. bis zum 22. Februar angemeldet werden. Viele Oberschulen nutzen jetzt die Möglichkeit, sich den Eltern und Schülern an Tagen der offenen Tür vorzustellen. Das musikbetonte Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasium (Römerweg 30-32, Karlshorst) lädt am heutigen Sonnabend von 9.30 bis 13 Uhr zum Tag der offenen Tür ein, das Zehlendorfer Schadow-Gymnasium (Beuckestraße 27-29) von 10 bis 14 Uhr, und die Lichtenberger Paul-und-Charlotte-Kniese- Schule (Erich-Kurz-Str. 6-10) von 10 bis 13 Uhr. Weitere Termine unter:

www.tagesspiegel.de/schule Tsp

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