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Warnstreik am Valentinstag:

Weniger Knöllchen in zwei Bezirken

Parksünder in Mitte und Pankow können am morgigen Donnerstag, dem Valentinstag, darauf hoffen, kein Knöllchen zu bekommen. Die Deutsche Polizeigewerkschaft hat unter anderem die Ordnungsamtsmitarbeiter in den beiden Bezirken zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Der Landesvorsitzende der Gewerkschaft, Bodo Pfalzgraf, rechnet damit, dass sich aus den Ämtern jeweils rund 50 Mitarbeiter an der Aktion beteiligen werden. Mit dem Warnstreik will die Polizeigewerkschaft die am Donnerstag beginnende zweite Verhandlungsrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in den Bundesländern begleiten. Die DGB-Gewerkschaften Verdi und GdP rufen bisher noch nicht zu Aktionen auf. „Dafür ist es jetzt noch zu früh“, sagte ein Sprecher. Erstmals seit 19 Jahren haben die Verhandlungen auch wieder direkte Auswirkungen für die 57 000 Berliner Landesbeschäftigten. sik

„Kreuzworträtselmord“:

Lesung nach Drohungen abgesagt

Wegen „massiver Drohungen“ ist auch die Berliner Lesung des kürzlich erschienenen Buchs „Kreuzworträtselmord“ abgesagt worden. Der Roman basiert auf einem der spektakulärsten Kriminalfälle der DDR: Vor 32 Jahren war der siebenjährige Lars in Halle (Saale) ermordet worden. Laut einem Sprecher des „Sutton“-Verlags sollte die 49-jährige Autorin Kerstin Apel am 23. Februar im Hotel Kempinski am Kurfürstendamm aus ihrem Buch lesen. „Bei uns sind telefonisch und per Mail Drohungen eingegangen. Um niemanden zu gefährden, haben wir alle Lesungen abgesagt“, hieß es. Eine Anzeige erstattete der Verlag nicht. Der Roman machte kürzlich Schlagzeilen, da nun die Staatsanwaltschaft Halle ermittelt. Sie prüft, welche Rolle die Autorin bei dem Verbrechen tatsächlich spielte. Apel war damals 17 und die Freundin des Mörders. Laut Verlag handelt es sich zwar um eine wahre Geschichte, doch die Autorin habe eine „fiktive Rahmenhandlung“ drumherum gebaut. Von Beihilfe zum Mord oder Mitwisserschaft könne daher keine Rede sein. tabu

Gasag versorgt öffentliche Gebäude und Gaslaternen mit Energie

Die rund 2200 öffentlichen Einrichtungen und die Gaslaternen des Landes Berlin werden weiter mit Gas der Gasag versorgt. Das Unternehmen gewann nach eigener Auskunft die europaweite Ausschreibung für den Versorgungsvertrag 2014. Dabei gehe es um rund eine Milliarde Kilowattstunden. Die rund 42 000 Gaslaternen machen davon nach Auskunft einer Sprecherin rund ein Fünftel aus. Weil dem Erdgas Biogas beigemengt wird, würden rund 18 000 Tonnen CO2 vermieden. Nach Tagesspiegel-Informationen liegt der Biogas-Anteil bei etwa acht Prozent. obs

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