NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Mehrere Mieter nach Feuer

in Wohnung verletzt



Nach einem Wohnungsbrand in Kreuzberg am Montagabend sind mehrere Bewohner verletzt worden. Die Feuerwehr war um 19.15 Uhr in die Lobeckstraße gerufen worden, weil es dort in der Küche einer Hochparterrewohnung lichterloh brannte. Der 24-jährige Mieter konnte sich mit seinem Hund ins Freie retten. Für andere Mieter in dem Haus stellte sich die Lage schwieriger dar: Noch bevor die Feuerwehr eintraf, zerschlug ein 27-Jähriger ein Fenster in seiner Wohnung in der zweiten Etage und sprang aus Panik ins Freie. Mit Schnittverletzungen sowie Schürfwunden und Prellungen am Rücken und an den Füßen kam er in eine Klinik. Eine 35-Jährige flüchtete gemeinsam mit ihrem Partner, 31, und zwei Kindern (sechs und zehn Jahre) durch das Treppenhaus. Sie klagten über Atembeschwerden und konnten ebenso wie ein weiterer 58-jähriger Mieter nach einer ambulanten Behandlung wieder nach Hause. Die Ursache des Feuers ist noch unklar. tabu

Einbruch in Wilmersdorf: Polizei fahndet nach drei Frauen

Nach einem Einbruch in einer Wilmersdorfer Wohnung im November hofft die Polizei mit der Veröffentlichung von Bildern und einer Videosequenz den mutmaßlichen Täterinnen auf die Spur zu kommen. Die drei Einbrecherinnen waren am 5. November gegen 12.20 Uhr in das Mehrfamilienhaus in der Bayerischen Straße gegangen und machten sich an der Wohnungstür eines 48-jährigen Mieters zu schaffen. Nachdem sie die Tür geöffnet hatten, gingen zwei der Tatverdächtigen in die Wohnung, während ihre Komplizin vor der Tür Schmiere stand. Die Gesuchten stahlen aus der Wohnung Schmuck und zwei Handtaschen. Hinweise nimmt die Polizei unter 4664 272 100 entgegen. Ein Foto und eine Videosequenz der Gesuchten befindet sich unter www.tagesspiegel.de/berlin tabu

Berlin feiert 60 Jahre

Notaufnahmelager Marienfelde

Das Notaufnahmelager Marienfelde feiert mit einem viertägigen Programm im April den 60. Jahrestag seiner Eröffnung. Höhepunkt der Feierlichkeiten ist am 14. April ein Festakt mit Bundespräsident Joachim Gauck und dem Berliner Innensenator Frank Henkel (CDU), teilte die heutige Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde am Dienstag mit. Geplant sind Veranstaltungen wie ein wissenschaftliches Symposium zum Thema „Flüchtlingslager in Nachkriegsdeutschland“ und ein Vortrag mit anschließender Diskussion über „Menschen im Übergang. Flucht, Migration und Integration gestern und heute“. Am 13. April lädt die Erinnerungsstätte zu einer Bustour zu ausgewählten früheren Standorten von Flüchtlingslagern, Behörden und Abflugbaracken. Das Notaufnahmelager wurde am 14. April 1953 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss und Berlins Regierendem Bürgermeister Ernst Reuter eröffnet. Damit reagierte der Westen auf den massenhaften Zustrom von Flüchtlingen aus der DDR nach West-Berlin. Bis zum Ende der DDR 1990 passierten 1,35 Millionen DDR-Flüchtlinge und Übersiedler sowie von 1962 bis 2010 rund 96 000 Aussiedler das Übergangslager. Seit Dezember 2010 werden die Gebäude als Übergangswohnheim für Flüchtlinge und Asylbewerber genutzt. Zudem hat die zur Stiftung Berliner Mauer gehörende Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde mit ihrer Dauerausstellung hier ihren Sitz. epd

Steine auf Autobahn:

Anklage wegen versuchten Mordes

Zwei 18-Jährige, die 86 Steine auf die Autobahn in Tegel geworfen haben sollen, kommen wegen versuchten Mordes vor eine Jugendstrafkammer. Die Anklage gehe in einem Fall von Heimtücke aus, sagte ein Gerichtssprecher am Dienstag. An zwei Tagen im August und September 2010 sollen die damals 16-Jährigen faustgroße Steine auf die stark befahrene A111 vor der Einfahrt in den Tunnel Ortskern Tegel geworfen haben. Dabei wurde die Frontscheibe eines Lastwagens getroffen und zerstört. Der Fahrer erlitt leichte Schnittverletzungen. DNA-Spuren an mehreren Steinen führten zu einem der mutmaßlichen Täter. Der Jugendliche, der zum Tatzeitpunkt in einem Heim für betreutes Wohnen in der Nähe der Brücke gelebt hatte, wurde im September 2012 nach einer Straftat in München erwischt. In Vernehmungen soll er Steinwürfe zugegeben, jedoch den Komplizen als jenen beschuldigt haben, der auf Autos zielte. Einen Termin für den Prozess gibt es noch nicht. K.G.

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