NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Ermittlungen gegen

Charité-Pfleger eingestellt

Die Ermittlungen gegen einen Krankenpfleger der Charité wegen mutmaßlichen Missbrauchs einer 16-Jährigen sind eingestellt worden. Dies teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Der 58 Jahre alte Mann war seit 40 Jahren an der Klinik beschäftigt und vergangenen Herbst in Verdacht geraten. Die Jugendliche, die der Mann im Intimbereich berührt haben soll, konnte durch die Staatsanwaltschaft nicht befragt werden. Sie habe sich trotz wiederholter Aufforderung nicht gemeldet. Der Pfleger ist suspendiert, ein Kündigungsverfahren läuft. Eine Entscheidunbg steht noch aus. Nach den Missbrauchsvorwürfen war ein Expertengremium unter der früheren Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) an die Charité berufen worden, um Fehler im Klinikalltag zu untersuchen. hah

Senat fordert von der S-Bahn

Notfahrplan für den Winter

Der Senat hat die S-Bahn aufgefordert, einen Notfahrplan zu erstellen, um bei einer Rückkehr des Winters mit Eis und Schnee auch bei Fahrzeugausfällen ein planbares Angebot machen zu können. Die Verkehrsverwaltung reagiere damit auf die witterungsbedingten Massenausfälle im vergangenen Dezember, teilte Staatssekretär Christian Gaebler auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Stefan Gelbhaar mit. Im Dezember gab es laut S-Bahn 4411 Zugausfälle sowie 6698 Verspätungen; witterungsbedingt seien 60 Züge ausgefallen und 188 Verspätungen entstanden. Die S-Bahn hält einen Notfahrplan aber für überflüssig. Die Leistung sei derzeit größer als vor der Krise. Um die besonders anfällige Baureihe 485 solle sich jetzt ein Expertenteam kümmern, teilte Gaebler weiter mit. Der Senat habe zudem neue Entschädigungsleistungen für die Fahrgäste durch die S-Bahn angeregt. kt

Staatssekretär Büge weiter

Mitglied in Burschenschaft

Der Staatssekretär in der Sozialverwaltung Michael Büge (CDU) gehört weiterhin der Burschenschaft „Gothia“ an, obwohl diese zum umstrittenen Dachverband Deutsche Burschenschaft gehört. Gegenüber dem Tagesspiegel hatte Büge Ende des vergangenen Jahres erklärt, er werde die Burschenschaft verlassen, wenn sie nicht aus dem Dachverband austrete. Diesem wird eine unklare Abgrenzung zum Rechtsextremismus vorgeworfen. Auf eine Frage der Grünen im Abgeordnetenhaus sagte Sozialsenator Mario Czaja (CDU) am Donnerstag, dass bei Gothia noch keine Entscheidung über den Verbleib im Dachverband gefallen sei. Büge wolle aber auf eine „klare Trennung“ seiner privaten Aktivitäten bei Gothia von seinem politischen Amt achten. Dass auf der Homepage der Burschenschaft Büge in der Uniform der Gothia in seiner Funktion als Staatssekretär vorgestellt wurde, kritisierte Czaja als „unglücklichen Vorgang“. Inzwischen sei der Eintrag aber auf Betreiben Michael Büges gelöscht. sik

Linksextremisten werfen Steine

auf Quartiersbüro

Unbekannte haben in Kreuzberg am Mittwochabend die Scheiben eines Büros des Quartiersmanagements Mariannenplatz in der Naunynstraße eingeworfen. Der Staatsschutz ermittelt. Auf einer linken Internetseite hat sich eine autonome Gruppe zu dem Anschlag bekannt und das Quartiersmanagement als „willigen Helfer“ der Polizei bezeichnet.tabu

BVV lehnt Umbenennung der Steglitzer Treitschkestraße ab

Die Umbenennung der Steglitzer Treitschkestraße ist endgültig vom Tisch: Die schwarz-grüne Mehrheit in der BVV Steglitz-Zehlendorf lehnte jetzt den SPD-Antrag ab, die Straße nach Altbischof Kurt Scharf zu benennen. Bereits im Dezember hatten sich 226 Anwohner gegen eine Umbenennung ausgesprochen und nur 64 dafür. Die teilweise mit dem Shoppingcenter „Boulevard Berlin“ überbaute Seitenstraße der Schlossstraße trägt den Namen des umstrittenen Historikers Heinrich von Treitschke (1834 bis 1896). Er war maßgeblich am „Berliner Antisemitismusstreit“ beteiligt und prägte den Satz: „Die Juden sind unser Unglück“. Dieser wurde später das Motto das NS-Hetzblatts „Der Stürmer“. CD

0 Kommentare

Neuester Kommentar