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Höhere Preise für

Bus, Bahn und Taxi gefordert



Am Donnerstag soll vom Aufsichtsrat des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB) beschlossen werden, dass die Preise im Nahverkehr im Sommer steigen – um voraussichtlich durchschnittlich 2,8 Prozent. Einen deutlich höheren Sprung soll es beim Einzelfahrschein AB fürs Stadtgebiet geben, der dann 2,60 Euro kosten soll statt wie bisher 2,40 Euro, was einer Steigerung um 8,3 Prozent entspricht. Wahrscheinlich werden die Preise zum 1. August 2013 eingeführt. Ursprünglich hatten die Verkehrsbetriebe die höheren Preise bereits vom 1. Juli an verlangen wollen. Bis dahin war es aber nicht gelungen, die Aufteilung der Einnahmen zwischen den Verkehrsunternehmen und den Ländern Berlin und Brandenburg einvernehmlich zu regeln. In Berlin hatte sich die BVG für höhere Preise eingesetzt, die S-Bahn hatte sich enthalten. Weil die S-Bahn immer noch nicht ihre volle Leistung bringt, waren die Pläne zur Tariferhöhung heftig kritisiert worden.

Auch das Taxifahren soll mehr kosten. Noch in diesem Monat will die Senatsverkehrsverwaltung entscheiden, ob sie die Anträge der Taxi-Organisationen genehmigt. Danach würde sich die Kurzstrecke um einen Euro auf fünf Euro verteuern; der Kilometerpreis soll in der ersten Stufe, 1,84 Euro statt 1,65 Euro kosten, und in der zweiten Stufe von 1,28 Euro auf 1,43 Euro klettern. Gelten könnten die neuen Tarife ab Herbst.kt

S-Bahn-Betrieb auf dem Ring

wird neu ausgeschrieben

Der Betrieb der S-Bahn auf dem Ring und den Zulaufstrecken im Südosten ist neu ausgeschrieben worden. Damit reagieren Senat und Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) auf eine Klage der Deutschen Bahn. Diese richtete sich dagegen, dass der Betrieb mit neuen Fahrzeugen für 15 Jahre vergeben werden sollte und der Gewinner der Ausschreibung die Fahrzeuge für einen neuen Betreiber weitere 15 Jahre pflegen sollte. Nachdem das Kammergericht im Januar entschieden hatte, dass diese Verquickung unzulässig sei, erklärten sich Senat und VVB bereit, die Ausschreibung neu zu formulieren. Die Interessenten, die sich bisher gemeldet hatten, wurden Freitag informiert, dass das Verfahren neu aufgerollt wird. Zu welcher Verzögerung dies führt, ist unklar. Fest stand bereits, dass im Dezember 2017 kein Betreiber mit neuen Fahrzeugen antreten kann, weil der erste Ausschreibungsversuch zu spät erfolgte. kt

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