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Bundesregierung setzt bei „Topographie des Terrors“ auf Zeit



Der Streit um Führungen durch die „Topographie des Terrors“ geht auch nach einer Stellungnahme der Bundesregierung weiter. Wie berichtet, könnten bis zu 40 Prozent der nachgefragten Führungen durch die Gedenkstätte dieses Jahr ausfallen, weil das von Bund und Senat genehmigte Geld nicht für mehr reicht. Pro Monat wird es wohl nur noch 175 Führungen geben – 2012 waren es fast 300 im Monat. Auf Anfrage des Linken-Politikers Jan Korte teilte Kulturstaatsminister Bernd Neumann mit: Die Regierung warte, „ob das Interesse der Besucher auf gleich hohem Niveau bleibt“. Dann wolle man über Mittelvergaben entscheiden, „so weit die angespannten Haushaltssituationen dies zulassen“. Schätzungen zufolge dürften 65 000 Euro im Jahr reichen, um alle nachgefragten Führungen zu ermöglichen. hah

Streit um Route am 1. Mai geht

vor das Verwaltungsgericht

In den Verhandlungen über die Route der 18-Uhr-Demonstration am 1. Mai sind Organisatoren und Polizei nicht weitergekommen. Die Behörde untersagte, in der Rudi-Dutschke-Straße zu protestieren. Die Veranstalter legen aber Wert auf diese Strecke, weil sich dort ein Jobcenter und eine Wohnungsbaugesellschaft befinden – zentrales Anliegen der Demonstration ist die Kritik an der Wohn- und Sozialpolitik. Die Organisatoren klagen vor dem Verwaltungsgericht.hah

Betrügerei mit Enkeltrick: Zweieinhalb Jahre Gefängnis

Nach zwei gescheiterten Betrügereien mit dem sogenannten Enkeltrick muss eine 27-Jährige für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Sie war 2012 und 2013 von einem unbekannten Komplizen als Geldabholerin zu möglichen Opfern dirigiert worden. Der Hintermann hatte die Senioren zuvor als angeblich in Geldnot geratener Verwandter angerufen. Die Täter hatten sich eine Beute von insgesamt 80 000 Euro erhofft, hieß es am Donnerstag im Urteil. In beiden Fällen aber hatten sich die Pensionäre, darunter ein Polizist a. D., geschickt verhalten. Zum Schein waren sie auf das falsche Spiel eingegangen, riefen die Polizei. K.G.

Größter deutscher Apple-Store am Kurfürstendamm öffnet am 3. Mai

Der US-Computerkonzern Apple hat die Eröffnung seines ersten Berliner Geschäfts am Kurfürstendamm 26, das zugleich das größte in Deutschland wird, jetzt offiziell für den 3. Mai 17 Uhr angekündigt. Der Store belegt 5000 Quadratmeter auf vier Etagen im denkmalgeschützten einstigen Kino Filmbühne Wien. CD

Gasexplosion im Mietshaus:

Fünf Jahre Gefängnis

Die folgenschwere Gasexplosion im August 2012 in einem Mietshaus in Lichtenberg verursachte ein Mieter absichtlich. Das stand am Donnerstag für das Landgericht fest. Der 53-jährige Angeklagte wurde wegen Mordversuchs zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt. Er hatte in dem Altbau an der Straße Alt-Friedrichsfelde immer wieder Arbeiten erledigt, dafür jedoch nicht die erhoffte Bezahlung erhalten. Weil er monatelang keine Miete zahlte, kam es zu einer Räumungsklage. Daraufhin öffnete der Mann das Gasrohr. Er verletzte sich schwer. K.G.

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