NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Zeuge: Angriff auf Jonny K.

nicht gesehen

Der Student lief vor, um nach einer Party ein Taxi zu holen. Als er nur kurz darauf zurück zu Jonny K. und den zwei weiteren Freunden kam, war nichts mehr wie zuvor. „Jemand lag auf dem Boden, ich erkannte Jonny“, beschrieb Kien N. am Donnerstag als Zeuge vor Gericht. Er leistete Erste Hilfe. Eine Reaktion aber war nicht mehr zu erkennen. Der Student saß fassungslos bei seinem Freund. „Ich hatte den sterbenden Jonny im Arm.“ Es fiel dem Zeugen schwer, über die Szene zu sprechen. Er hatte den Prügelangriff auf den 20-jährigen Jonny K. und die mutmaßlichen Täter nicht gesehen. Ob er sich bei anderen erkundigt habe, was genau passiert ist, wurde er nun gefragt. Der Student schüttelte den Kopf. Nach der tödlichen Attacke am Alexanderplatz müssen sich sechs 19- bis 24-jährige Männer vor Gericht verantworten. K.G.

Misshandlung der Tochter:

Mutter bekam Bewährung

Obwohl die Mutter die vielen schweren Verletzungen ihrer kleinen Tochter sah, holte sie nicht sofort Hilfe. Tage und Wochen verstrichen, bis die Dreijährige in ein Krankenhaus kam – mit gebrochenem Arm, offenen Wunden, Hämatomen im Gesicht, Striemen auf dem Rücken, ausgeschlagenen Zähnen. Gewalt, die aus Sicht der Richter vermutlich vom Vater ausging. Die Mutter aber wartete viel zu lange, ehe sie die Feuerwehr alarmierte. Das stand am Donnerstag für das Gericht fest. Wegen schwerer Misshandlung von Schutzbefohlen ergingen 21 Monate Haft auf Bewährung. K.G.

Jurist soll Schwärzungen

in V-Mann-Akten kontrollieren

Innensenator Frank Henkel (CDU) will nach den NSU-Aktenpannen mehr Transparenz schaffen. Im Zuge der Aufarbeitung soll der Jurist Bernd von Heintschel-Heinegg „der Innenverwaltung und der Polizei kritisch auf die Finger schauen“, teilte Henkel mit. Der Ermittlungsbeauftragte des NSU-Untersuchungsausschusses im Bundestag soll sicherstellen, dass den Abgeordneten transparente Akten über die V-Leute zur Verfügung gestellt werden. So soll er darauf achten, ob Schwärzungen in den Akten wirklich notwendig sind. sik

Erst Geldautomat gesprengt,

dann den Fluchtwagen angesteckt

Am Donnerstagmorgen gegen 4.20 Uhr haben drei unbekannte Täter einen Bankautomaten in der Bergmannstraße in Kreuzberg gesprengt. Weil das Bargeld durch eine Farbpatrone markiert wurde und damit unbrauchbar war, ließen sie den größten Teil der Beute zurück. Gegen 4.40 Uhr wurde der mutmaßliche Fluchtwagen brennend am Maybachufer in Neukölln gefunden. kat

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