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Darkroom-Mordprozess:

Lebenslange Haft gefordert

Drei Giftmorde und zwei Versuche, mit K.-o.-Tropfen zu töten, gehen aus Sicht der Anklage auf sein Konto. „Es war das Werk eines kaltblütigen, bösen Menschen“, sagte die Staatsanwältin nach einem viermonatigen Prozess. Dirk P. habe aus Habgier und heimtückisch innerhalb von etwa drei Wochen drei Männer umgebracht. Sie plädierte auf eine lebenslange Haftstrafe gegen den 38-Jährigen und forderte zudem die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Dirk P. hatte absichtliche Tötungen bestritten. Ihm sei es um einen Sexrausch gegangen, er habe die Dosierung der Droge Liquid Ecstasy falsch eingeschätzt. Für die Anklägerin steht fest, P. habe sich bereichern wollen und „bewusst eine tödliche Dosis in Getränken verabreicht“. Die Serie begann am 24. April 2012. Ein wie er schwuler Mann starb in seiner Wohnung. Am 5. Mai die zweite Tat, die Dirk P. zum mutmaßlichen Dark-Room-Mörder in einem dunklen Kneipenraum machte. Nach zwei Anschlägen, bei denen die Opfer überlebten, soll P. einen weiteren Mann getötet haben. Insgesamt erbeutete er 500 Euro. K.G.

Junge Männer schlagen und treten

auf BVG-Mitarbeiter ein

Zwei BVG-Mitarbeiter sind am Freitag von drei jungen Männern mit Schlägen und Tritten verletzt worden. Die 52- und 53 Jahre alten BVGler hatten das Trio um 5 Uhr früh angesprochen, weil sie auf dem Bahnsteig der U-Bahnlinie U6 rauchten. Als sie die 21- bis 23-jährigen Männer aufforderten, ihre Zigaretten auszumachen, wurden sie beleidigt. Unterdessen fuhr eine U-Bahn Richtung Tegel ein, woraufhin die Täter Waggontüren gewaltsam offenhielten. Als die BVGler einschritten, prügelte das Trio los. kat

Justizsenator: Klageflut gegen Hartz-IV-Bescheide ebbt langsam ab

Die Klageflut gegen Hartz-IV-Bescheide ist beim Berliner Sozialgericht in den vergangenen Monaten leicht zurückgegangen. Dies zeige, dass die ergriffenen Maßnahmen zur Reduzierung von Verfahren erste Ergebnisse haben, sagte Justizsenator Thomas Heilmann (CDU). So wurden von Januar bis Mai 11 463 Klagen-Eingänge registriert. Dies ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5,46 Prozent. Zu den Maßnahmen gegen die Klageflut gehört laut Heilmann unter anderem die Neuformulierung von Formularen, damit Bescheide besser verständlich sind. epd

Radfahrer schwer am Kopf verletzt,

anderer Radler von Helm geschützt

Bei einem Unfall in Friedrichshain hat ein Fahrradfahrer am Donnerstag schwere Kopfverletzungen erlitten, in Mahlsdorf wurde ein anderer Radler durch seinen Helm gerettet. In Friedrichshain bog eine 34-jährige Frau von der Singerstraße nach links in die Lichtenberger Straße ein. Dabei kollidierte sie mit dem Radler. Der 32-Jährige wurde auf die Fahrbahn geschleudert. Er erlitt schwere Kopfverletzungen. In Mahlsdorf prallte ein 36-jähriger Skodafahrer mit einem 29-jährigen Radler zusammen, als er vom Hultschiner Damm in eine Einfahrt bog. Der Helm schützte den Radler, obwohl er durch die Wucht des Aufpralls zerbrach. Der 29-Jährige erlitt Schulterverletzungen. cos



Richter lehnen Schlichtung innerkirchlichen Streits ab

Das Berliner Verwaltungsgericht sieht sich nicht zuständig für die Schlichtung innerkirchlicher Konflikte. Dieses Grundsatzurteil hat die 27.Kammer des Gerichts jetzt gefällt. Sie lehnte damit einen Eilantrag einiger Mitglieder der Repräsentantenversammlung der Jüdischen Gemeinde ab, die damit die Beleihung eines gemeindeeigenen Grundstücks verhindern wollten. Diese Notmaßnahme hatte die Versammlung der klammen Gemeinde beschlossen, um die Gehälter von Mitarbeitern weiter zahlen zu können. Aus Sicht der Kontrahenten wird Gemeindeeigentum zweckentfremdet. CS

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