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Jugendliche sollen als

Alkohol-Testkäufer Läden prüfen



Berlins Bezirksstadträte haben sich für den stadtweiten Einsatz jugendlicher Testkäufer ausgesprochen, die prüfen sollen, welche Läden ohne Kontrollen harte Alkoholika an Minderjährige verkaufen. Dies wurde am Freitag auf Vorschlag von Staatssekretär Andreas Statzkowski und dem Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Ordnungsangelegenheiten in Charlottenburg Wilmersdorf, Marc Schulte, beschlossen. Anlass waren die ersten Testkäufe in Marzahn-Hellersdorf im Februar und in Charlottenburg-Wilmersdorf im März 2013, als jugendliche Testkäuferinnen und Testkäufer im Einzelhandel ohne Probleme an hochprozentige Getränke herankamen.

Durch die Kontrolleinsätze soll die Wirksamkeit der Jugendschutzbestimmungen erhöht werden. „Da die Bezirke in Fällen besonderer Uneinsichtigkeit auch fallbezogene Sanktionen verhängen werden, erhoffe ich mir für die Zukunft eine nachhaltigere Kontrolle des Alters der jugendlichen Käuferinnen und Käufer durch das Verkaufspersonal“, sagte Andreas Statzkowski. kög

Humanisten fordern mehr Geld für Lehrer von Bekenntnisunterricht

Der Humanistische Verband Berlin-Brandenburg fürchtet um die Zukunft des Religions- und Lebenskundeunterrichts. Die Tariferhöhungen für Lehrkräfte des öffentlichen Dienstes müssten auch den Trägern des Bekenntnisunterrichts zukommen. Denn „für die Träger des Bekenntnisunterrichts wird es immer schwieriger, Personal für ihre Arbeit zu gewinnen und die Abwanderung der Lehrkräfte in andere Schulfächer zu stoppen“, sagte Werner Schultz, Leiter der Abteilung Lebenskunde des Humanistischen Verbandes in Berlin und Brandenburg. Der Doppelhaushalt des Senats müsse diese Forderung berücksichtigen, teilten die Humanisten mit.

Die Religionsgemeinschaften und der Humanistische Verband müssten im Moment erhebliche Eigenmittel für diesen Unterricht aufwenden, und dies sei in der Art nur im Bundesland Brandenburg der Fall. In allen anderen Bundesländern werde der Bekenntnisunterricht zu einhundert Prozent vom Staat finanziert. Im gerade zu Ende gegangenen Schuljahr 2012/13 nahmen 144 713 Schülerinnen und Schüler am freiwilligen Bekenntnisunterricht in Berlin teil, das entspricht 50,5 Prozent aller Schüler; in der Grundschule sind es sogar 77,5 Prozent. Mit etwa 55 000 teilnehmenden Mädchen und Jungen sei der Lebenskundeunterricht der zweitbeliebteste Bekenntnisunterricht in Berlin, heißt es in der Mitteilung.sve/kög

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