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Jugendliche flüchten aus Heim

und sprechen von Misshandlungen

Potsdam/Hamburg - Die drei vermissten Heimjungen aus Brandenburg haben durch die Vermittlung einer Hamburger Sozialeinrichtung zwischenzeitlich eine neue Bleibe gefunden. Das bestätigte eine Sprecherin des „Rauhen Hauses“ Hamburg. Das Trio im Alter von 15 bis 16 Jahren war aus einem der umstrittenen Kinder- und Jugendheime der Haasenburg GmbH in Brandenburg geflohen. Sie erheben Vorwürfe gegen Erzieher und Heimbetreiber, gegen die wegen Misshandlungsvorwürfen bereits ermittelt wird. Zu dem Aufenthaltsort der drei wollte sich die Sprecherin nicht äußern. Der 15-Jährige stammt aus Berlin, die zwei 16-Jährigen aus Hamburg und dem Saarland. Ein Anwalt hat im Namen der drei Jungen schwere Vorwürfe gegen den Heimbetreiber erhoben. „Es gab eine Vielzahl von Gewalttaten, Fixierungen am Boden – und vor allem Demütigungen“, sagte der Hamburger Familienrechtler Rudolf von Bracken. Die Vorwürfe beziehen auf aktuelle Übergriffe, die auch zu Verletzungen geführt hätten, die ärztlich behandelt werden mussten. Diese Fälle seien jedoch als Unfälle vertuscht worden. Er forderte die Brandenburger Behörden auf, der Haasenburg GmbH die Betriebserlaubnis zu entziehen. axf/dpa

20 Bahnmitarbeiter nach Austritt von giftiger Flüssigkeit verletzt

Seddiner See/Berlin - Beim Austritt einer giftigen Flüssigkeit aus einem Kesselwagen der Bahn auf dem Rangierbahnhof im brandenburgischen Seddin sind am Freitag 20 Bahnmitarbeiter verletzt worden. Sie seien wegen Atembeschwerden und Übelkeit zur Beobachtung in umliegende Krankenhäuser gebracht worden, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei.

Bei der Substanz handle es sich um Hydrazin, das unter anderem zur Produktion von Raketentreibstoff dient. Schon bei einer Temperatur von 20 Grad kann es mit der Luft ein giftiges Gemisch bilden, für das bei mehr als 38 Grad Explosionsgefahr besteht. Auf Haut, Augen und Atemwege wirkt Hydrazin ätzend. Um die Unglücksstelle wurde laut Polizei ein Sperrkreis von 300 Meter gezogen. Die Rangierarbeiten auf dem Bahnhof ruhten seit dem Mittag. Bahnmitarbeiter hatten das Leck um 13.15 Uhr an einem von 16 Kesselwagen entdeckt, die mit insgesamt 25 Tonnen Hydrazin beladen und dort abgestellt sind. Nach Angaben der Polizei bestehe der Verdacht auf fahrlässige Körperverletzung. dpa

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