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Scheibenputzer attackieren

Autofahrerin am Kottbusser Tor

Eines der drei Mädchen riss die Autotür auf, das zweite spritzte der Fahrerin Seifenlauge ins Gesicht, und das dritte brach einen Scheibenwischer ab. So schilderte eine Ärztin ihr Erlebnis bei der Fahrt zur Arbeit. Kurz nach 9 Uhr stand sie am Freitag mit dem Auto im Stau vor dem Kottbusser Tor. Dann das übliche Vorgehen: Mit einer Spritzflasche und einem Schwamm machte sich das Grüppchen an der Frontscheibe zu schaffen, wischte den Dreck von links nach rechts – und eine Putzerin hielt die Hand auf. Doch die Ärztin rückte kein Geld heraus, aus Prinzip nicht. Das eskalierte die Lage. Bei der Polizei ist das Problem mit den Scheibenputzern bekannt, die am Kottbusser Tor seien besonders aggressiv. Ab und zu gebe es Platzverweise, hieß es. Zuletzt waren es zwei am Mittwoch gegen Heranwachsende. 2011 gab es laut Innenverwaltung 130 Platzverweise gegen die fast ausschließlich rumänischen Scheibenputzer, neuere Zahlen liegen nicht vor. Die Polizei bittet alle Opfer einer Attacke, eine Strafanzeige zu stellen. Ha

441 Masernfälle

seit Jahresbeginn

Die Zahl der Neuerkrankungen an Masern ist in den vergangenen Wochen langsamer gestiegen als zuvor. Derzeit würden wöchentlich rund 20 neue Fälle gemeldet, so die Senatsgesundheitsverwaltung. In den vorangegangenen Wochen seien es um die 40 Neuerkrankungen gewesen. Seit Jahresanfang gab es somit 441 Masernfälle. Es sei noch nicht möglich, aufgrund der Zahlen den Schluss zu ziehen, die Masernwelle sei auf dem Rückzug. Vielleicht liege die Entwicklung auch daran, dass zurzeit Ferien und weniger Menschen in der Stadt seien. Nach wie vor sei es so, dass mehr als die Hälfte der Erkrankten älter als 16 sei. Deswegen hatte die Verwaltung auch dazu aufgefordert, dass Erwachsene ihren Impfstatus überprüfen und sich gegebenenfalls immunisieren lassen sollten. sik

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