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Justiz schickt Sürücü-Akten

den türkischen Behörden



Türkische Ermittler können bei der weiteren Aufklärung des „Ehrenmordes“ an Hatun Sürücü vor acht Jahren in Berlin demnächst auf deutsche Akten zurückgreifen. Wie die Senatsjustizverwaltung am Dienstag mitteilte, hat die Staatsanwaltschaft beglaubigte Kopien aller Unterlagen an die Behörden in der Türkei geschickt. Dort läuft ein eigenes Strafverfahren gegen die der Mittäterschaft verdächtigten Brüder des Opfers, Mutlu und Alpaslan Sürücü. Nach Angaben einer Sprecherin füllt das Aktenmaterial eine ganze Kiste. Hatun Sürücü war am 7. Februar 2005 ermordet worden, weil die Familie mit dem Lebenswandel der jungen Frau nicht einverstanden war. Als Tatverdächtige nahm die Polizei damals drei ihrer Brüder fest, von denen der Jüngste ein Geständnis ablegte. Er wurde im April 2006 zu neuneinhalb Jahren Jugendarrest verurteilt. Seine Brüder kamen zunächst aus Mangel an Beweisen frei. Dieses Urteil wurde vom Bundesgerichtshof aufgehoben. Eine Neuverhandlung konnte nicht stattfinden, weil die Brüder in die Türkei ausreisten und nicht an Deutschland ausgeliefert werden.epd Drei Verletzte nach Verkehrsunfall mit Doppeldeckerbus

In der Rudi-Dutschschke-Straße in Kreuzberg hat sich am Dienstvormittag ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Doppeldeckerbus der BVG ereignet. Dabei wurden drei Frauen zum Teil schwer verletzt. Gegen 11.30 Uhr scherte eine 37-jährige Autofahrerin auf Höhe des Axel-Springer-Hauses nach rechts auf die Busspur aus, um ein Wendemanöver einzuleiten. Dabei übersah sie einen auf der Busspur fahrenden Doppeldeckerbus der Linie M 29. Trotz einer Vollbremsung des Busfahrers fuhr der Bus auf das Auto der 37-Jährigen auf und rammte die Beifahrerseite des Fahrzeugs. Durch die Kollision erlitten drei weibliche Buspassagiere im Alter von 27, 72 und 77 Jahren zum Teil schwere Kopfverletzungen. Die Autofahrerin und der Busfahrer hingegen blieben unverletzt. Die Frauen wurden umgehend ins Krankenhaus gebracht. Die Rudi-Dutschke-Straße blieb nach dem Unfall eine Viertelstunde lang gesperrt. Nun ermittelt die Polizei gegen die Autofahrerin.kah

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