NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Schüler beschweren sich

über Unterrichtsausfall



Berlin – Der Landesschülerausschuss (LSA) schlägt Alarm: An vielen Schulen sei der Unterricht eineinhalb Wochen nach Ferienende noch nicht richtig angelaufen, weil Lehrer fehlten, krank oder auf Klassenreisen seien, teilte der LSA am Mittwoch mit. Zudem würden etliche Stunden von pädagogisch noch nicht qualifizierten Quereinsteigern oder von bereits pensionierten Lehrkräften gegeben. Gerade in den Naturwissenschaften würden oftmals fachfremde Kräfte unterrichten. Landesschülersprecherin Leonie Mader beklagte, dass die Statistik der Bildungsverwaltung über die Unterrichtsausfälle nicht der Realität entspreche. So werde es beispielsweise nicht als Ausfall gewertet, wenn an die Schüler lediglich schriftliche Aufgaben ausgeteilt würden. Nach Angaben der Bildungsverwaltung fielen im Schuljahr 2011/12 rund zwei Prozent der Unterrichtsstunden aus, rund acht Prozent der Stunden wurden vertreten. Die Daten aus dem letzten Schuljahr liegen noch nicht vor. Aktuell sind stadtweit rund 50 Lehrerstellen unbesetzt. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft wies darauf hin, dass sie seit langem fordern, den Schulen mehr Lehrkräfte zur Verfügung zu stellen, so dass eine Personalausstattung von 110 Prozent erreicht würde.svo

Bei Massenschlägerei

fliegen Aschenbecher

Berlin - Bei einer Massenschlägerei in Wedding flogen am Dienstag Gläser und Aschenbecher. Der Streit begann in einem An- und Verkaufsgeschäft in der Kameruner Straße, in dem bereits allerhand zu Bruch ging. Anschließend gingen rund 20 bis 30 Sympathisanten des Geschäftsbetreibers zu dem Lokal, in dem sich die Täter aufhielten. 30 bis 40 Leute attackierten einander mit Glas- und Aschenbecherwürfen. Die Beteiligten stammen aus dem Iran und Afrika, auch Kurden seien dabei gewesen, sagte ein Ermittler. Ein Mann erlitt eine Kopfplatzwunde und kam ins Krankenhaus. Die Ermittlungen dauern an. tabu

Mord vor zwölf Jahren:

54-Jährige vor Gericht

Berlin - Ihr dunkles Geheimnis wurde doch noch entdeckt: Cornelia V. brachte den Ermittlungen zufolge vor zwölf Jahren eine 63-jährige Frührentnerin um. Es war nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft Mord aus Habgier und zur Verdeckung eines Raubes gewesen. Die mutmaßliche Täterin, 54 Jahre alt, sitzt seit Mittwoch auf der Anklagebank. Sie soll sich in Vernehmungen bei der Polizei teilgeständig gezeigt und von einer Tat in Panik gesprochen haben. Mit 40 Mark soll sie geflohen sein. Vor Gericht äußerte sie sich noch nicht. Lange gab es im Mordfall Elisabeth D. keine heiße Spur. Sie war in ihrer Wohnung in Hohenschönhausen am 12. September 2001 erstickt worden. Nachbarn beschrieben eine Frau, die am Tattag aus dem Haus gestürmt war, ein Phantombild wurde veröffentlicht – vergebens. 2012 wurden erneut gesicherte Telefondaten geprüft, darunter Anrufe einer früheren Arbeitskollegin des Opfers. Diese war zur Tatzeit zwar bereits über 80 Jahre alt, aber ihre Tochter kam in Betracht. Der Verdacht bestätigte sich durch eine DNA-Spur vom Tatort. Cornelia V. soll eine Verletzung vorgetäuscht und sich so Zutritt zur Wohnung der Rentnerin, die sie flüchtig kannte, verschafft haben. Als sie mit deren Geldbörse erwischt wurde, habe sie angegriffen. K.G.

Feiger Überfall auf

behinderte Seniorin

Berlin - Ein Mann hat am Mittwochvormittag auf der Reinickendorfer Straße in Gesundbrunnen einer geh- und sehbehinderten 82-Jährigen die Handtasche vom Rollator gerissen. Dann schubste er die Seniorin gegen einen Metallzaun, wodurch sie stürzte. Der etwa 18- bis 20-Jährige entkam unerkannt. das

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