NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Charité steht vor

doppeltem Arbeitskampf

An der Charité wird bald an zwei Fronten verhandelt. Während die Schwestern und Pfleger von der Klinikleitung mehr Personal und dadurch bessere Arbeitsbedingungen fordern, startet im September auch die Tarifrunde für die Ärzte. Dann verhandelt der Charité-Vorstand zeitgleich über die Arbeitsbedingungen von 5000 Pflegekräften und 2500 Ärzten. Der Marburger Bund wird in der kommenden Woche konkrete Lohnforderungen aufstellen, die Medizinergewerkschaft ist gerade an der Charité gut organisiert und hat sich zuletzt ohne Arbeitskampf durchgesetzt. Schwestern und Pfleger werden hauptsächlich von der Gewerkschaft Verdi vertreten. Viele Ärzte der Klinik erklärten sich in den vergangenen Wochen aber mit dem Pflegepersonal solidarisch. „Wir unterstützen die Forderung nach besserer Besetzung auf den Stationen“, sagte Peter Bobbert, Landeschef des Marburger Bundes und selbst Arzt an der Charité. hah

Land muss möglicherweise Hunderte Millionen für Tegel-Bauten zahlen

Für die Gebäude auf dem Flughafen Tegel muss der Senat nach Schließung des Airports voraussichtlich hohe Millionenbeträge an die Berliner Flughafengesellschaft zahlen. Mit ihr verhandelt die Senatsverwaltung für Finanzen derzeit noch über einen Rückgabevertrag und die dann fällige Entschädigung für die Gebäude. Über deren Wert gibt es sehr unterschiedliche Meinungen. Geht man von den Errichtungskosten aus, sind es 250 Millionen Euro. Rechnet man mit dem Ertragswert, ist dies für funktionslose Bauten nur ein Euro. Bei einer späteren Nutzung durch die Beuth-Hochschule inklusive notwendiger Umbauten dürfte sich der ausgehandelte Wert irgendwo dazwischen bewegen. za

Untersuchungsausschuss nach Streit um Luxusbauten in Pankow

Die Bezirksverordnetenversammlung Pankow hat am Mittwochabend einen so genannten zeitweiligen Ausschuss eingesetzt, der die Vorgänge um ein umstrittenes Neubauprojekt zwischen Belforter, Straßburger und Metzer Straße untersuchen soll. Um das hatte es eine jahrelange Auseinandersetzung gegeben. Für den Neubau eines Luxuswohnprojektes sollen bestehende Wohnbauten abgerissen werden. Der Bezirk gab nach einer Gerichtsentscheidung zugunsten des Investors seinen Widerstand gegen das Projekt auf. Nun soll der von allen Fraktionen beschlossene Ausschuss ergründen, wie es dazu kam und wie künftig in ähnlichen Fällen verfahren werden kann. lvt

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