NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Ein Kind vom Bahnhof Zoo. Christiane Felscherinow, fotografiert im Jahr 2006. Bald erscheint ihr neues Buch.Foto: dpa
Ein Kind vom Bahnhof Zoo. Christiane Felscherinow, fotografiert im Jahr 2006. Bald erscheint ihr neues Buch.Foto: dpaFoto: dpa

Nach 13 Jahren Prozess

um Mord an Autohändler



Mehr als 13 Jahre nach dem Mord an einem Autohändler in Schöneberg ist der Fall vor dem Landgericht aufgerollt worden. Einem 50-jährigen Geschäftsmann wird vorgeworfen, das 59-jährige Opfer bei einem Treffen im Juli 2000 in dessen Wohnung gefesselt und erdrosselt zu haben. Die Anklage geht von einer Tat aus Habgier aus. Aliaksandr S. soll mit der Brieftasche des Autohändlers geflohen sein. Der Weißrusse war damals als Tourist in Berlin und hatte sich Angaben zufolge nach Gebrauchtwagen umgesehen. Darüber habe sich der Kontakt zu dem ukrainischen Händler ergeben. S. wurde jahrelang mit internationalem Haftbefehl gesucht und im März von Russland ausgeliefert. Bei der Polizei hatte er die Tat bestritten. Nun schwieg er. Der Prozess geht am Montag weiter. K. G.

85 Polizisten durchsuchten

15 Fußballwettbüros

Die Polizei hat am Mittwoch 15 Fußballwettbüros in verschiedenen Bezirken überprüft und geschaut, ob dort verbotene Geldspielautomaten stehen. 85 Beamte haben Wettbüros, in denen auf Fußballspiele gesetzt werden kann, in Charlottenburg, Wilmersdorf, Tempelhof, Steglitz und Neukölln – dort gleich sieben an der Zahl – überprüft. Geprüft wurde, ob dort Geldspielautomaten stehen. Diese seien in Wettbüros nicht erlaubt, erklärte ein Polizeisprecher. Die Polizei benötigte fünf Lastwagen, um an den verschiedenen Stellen verbotene Automaten abzutransportieren. Wie viele Geräte entdeckt wurden, konnte der Sprecher noch nicht sagen. Das verbotene Aufstellen der Glücksspielautomaten wird nach der Spielverordnung als Ordnungswidrigkeit geahndet. tabu

Raubserie in Rudow

ist aufgeklärt

Eine seit Januar anhaltende Serie von zehn Straßenraubtaten in Rudow ist nach Angaben der Polizei aufgeklärt. Sechs Tatverdächtige wurden ermittelt und zeigten sich zum Teil geständig. Die mutmaßlichen Täter suchten ihre meist jugendlichen Opfer seit Januar in Bussen der Linie 172 oder in der U-Bahn Linie 7 und folgten ihnen dann, nachdem diese ausgestiegen waren. In abgelegenen Straßen nahmen sie ihre Opfer in den Schwitzkasten, schlugen und traten sie, um ihnen dann Handys und Geldbörsen zu rauben. Die Handys verkauften die Täter, Jugendliche im Alter von 14 bis 16 Jahren und ein 19-jähriger Heranwachsender, meist unmittelbar nach der Tat auf der Straße. Tsp

Hilfe für Flaschensammler:

Erste Pfandbox in der City West

Charlottenburg-Wilmersdorf hat einen Test mit Pfandflaschen-Behältern an Mülleimern gestartet, die Flaschensammlern ihre Tätigkeit erleichtern sollen. Die erste Pfandbox stellten Sozialstadtrat Casten Engelmann (CDU) und Baustadtrat Marc Schulte (SPD) am Mittwoch am Fennsee im Volkspark Wilmersdorf auf. Weitere sollen im Volkspark und im Lietzenseepark folgen. Mitarbeiter eines Beschäftigungsprojekts bauen die Behälter und wollen bis zum Frühjahr dokumentieren, wie gut die Idee funktioniert, die von den Grünen in der BVV stammte. Das Projekt kann nur auf bezirkseigenen Flächen laufen: Die BSR befürchtet „zusätzliche Verschmutzungen und Verletzungsgefahren“.CD

Massenerkrankungen an Schule:

Norovirus nachgewiesen

Der Norovirus ist offenbar die Ursache für die Massenerkrankungen an der Heinrich-Roller-Grundschule in Prenzlauer Berg. „Der Virus wurde jetzt bei zwei erkrankten Lehrern nachgewiesen“, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsverwaltung. Wie berichtet, waren fast 90 Schüler in der vergangenen Woche von der Magen-Darm-Erkrankung betroffen. Momentan sind nur noch 23 Kinder sowie zwei Lehrer und zwei Erzieher erkrankt. Da noch unklar ist, wie sich der Virus verbreiten konnte, bleibt die Trinkwasserversorgung weiterhin gesperrt und die Schulküche vorerst geschlossen. Die Ansteckung mit dem Norovirus führt zu Erbrechen und Durchfall und geht oft mit Fieber und Schmerzen einher. Die Symptome halten meist nur wenige Tage an. Für gesunde Menschen stellt der Virus keine Gefahr dar, bei älteren oder bereits kranken Menschen kann er zu ernsten Komplikationen führen. das

Das benutzerfreundlichste Parkhaus

steht in Köpenick

Als erstes Parkhaus hat der ADAC nach seinen verschärften Kriterien das oberirdische Gebäude am Elcknerplatz 6–8 in Köpenick ausgezeichnet. Das „benutzerfreundliche Parkhaus“ wurde 2012 eröffnet und wird vom Unternehmen Apcoa betrieben. Der neue Prüfkatalog enthält mehr als 100 Punkte. Dazu gehören mindestens 2,50 Meter breite Stellplätze, ausreichend breite Rampen, ein Fußgänger-Leitsystem und eine gute Beleuchtung. Auch eine bargeldlose Bezahlung muss möglich sein. Bei einem Test im vergangenen Jahr hatte keines der untersuchten Parkhäuser in Berlin die neuen Standards erfüllt. kt

SPD fordert Rücktritt

des Zehlendorfer Bürgermeisters

Die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Steglitz-Zehlendorf hat den Bezirksbürgermeister Norbert Kopp zum Rücktritt aufgefordert. Dabei geht es um die ausufernden Kosten für die energetische Sanierung des Rathauses Zehlendorf. Die SPD wirft dem Bürgermeister vor, „die Unwahrheit gesagt, Sachverhalte verschleiert und jede Verantwortung für das schwarz-grüne Projekt von sich gewiesen“ zu haben. Kopp habe öffentlich den Eindruck erweckt, das 35 Millionen Euro teure Sanierungsvorhaben gestoppt zu haben. In Wirklichkeit habe er den notwendigen Planungsstopp über Monate hinausgezögert, kritisiert die SPD. Dadurch sei dem Bezirk ein Schaden von über 2 Millionen Euro entstanden. za

Gericht: Kontrolle der Wasserpreise durch Kartellamt ist gültig

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hat am Mittwoch über die Verfügung des Bundeskartellamts zur Senkung der Berliner Trinkwasserpreise verhandelt. Es geht um die Frage, ob die Kartellbehörde berechtigt ist, die Preisgestaltung in Berlin zu überprüfen und niedrigere Tarife zu verordnen. Die Berliner Wasserbetriebe hatten dagegen geklagt. Die vorläufige Einschätzung der Richter in der mündlichen Verhandlung: Die kartellrechtliche Kontrolle sei aus formalrechtlichen Gründen gültig. Ein Urteil wird aber erst am 22. Januar 2014 gefällt. za

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