NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Senat bringt 100 Flüchtlinge

in Heim in Gatow unter

Knapp 100 Flüchtlinge sind bis Montagabend in einem früheren Altenheim in Gatow untergebracht worden. Das zuständige Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) hatte dazu am vergangenen Freitag ein Haus auf dem Vivantes-Gelände in Hohengatow belegt. Dies erfolgte wegen drohender Obdachlosigkeit kurzfristig und ohne Ankündigung. Bis Jahresende sollen noch ein Heim in Köpenick und eines in Pankow eröffnet werden. Erst im Frühjahr hatte das Lageso zwei leere Gebäude der Vivantes-Nervenklinik in Reinickendorf sicherstellen lassen. Vivantes teilte am Montag mit, man benötige das Gebäude in Spandau nicht mehr als Pflegeheim: „Insofern freuen wir uns, dass wir nun beim Bereitstellen von Unterkünften für Flüchtlinge aushelfen können.“ hah

Grüne: ICC muss ab 2014

saniert werden

Die Grünen fordern den Senat auf, mit der Sanierung des Internationalen Congress Centrums (ICC) im Frühjahr 2014 zu beginnen. Nur ein saniertes Kongressgebäude könne die notwendigen Kapazitäten im Kongressgeschäft bieten, erklärte die Grünen-Wirtschaftsexpertin Nicole Ludwig am Montag. Der City Cube, ein Neubau am Standort der abgerissenen Deutschlandhalle, könne die Aufgaben des ICC nicht allein übernehmen. Stattdessen wolle Rot-Schwarz das ICC im nächsten Frühjahr abschließen, kritisierte Ludwig. „Hier soll was auf die lange Bank geschoben oder sogar komplett versenkt werden.“ Auch sei der Verweis des Senats auf private Betreiber, die im Rahmen einer europaweiten Ausschreibung gesucht werden sollen, angesichts der horrenden Sanierungskosten nur wenig glaubwürdig. Wie berichtet, verzögert sich die Entscheidung über die Zukunft des ICC wohl bis 2015. Auch wenn sich ein Privatinvestor fände, der das Gebäude betreiben will, müssten Nutzungskonzept und Sanierung erst EU-weit ausgeschrieben werden. za

Tunnelbohrmaschine „Bärlinde“

hat 236 Meter hinter sich gebracht

Die Tunnelbohrmaschine „Bärlinde“ kommt gut voran. Wie die BVG mitteilte, hat sie bereits 236 Meter der ersten Tunnelröhre für die U 5 hinter sich gebracht. Die 74 Meter lange und 700 Tonnen schwere Maschine bohrt sich durch die Erde vom Roten Rathaus bis zum Brandenburger Tor. Ab Mitte dieser Woche soll sie in eine sichere, durch eine Betonwand geschützte Parkposition vor der Baugrube des U-Bahnhofes Museumsinsel gebracht und gewartet werden. Tsp

Senat: Keine Gefahr für Reisende

nach Asbestfund in Flughafen Tegel

In einigen Gebäuden des Berliner Flughafens Tegel wurde Asbest verbaut, wie jetzt durch eine Anfrage der Piratenfraktion bekannt wurde. Der Senat sieht keine Gefahren für Reisende. Als Antwort auf eine Kleine Anfrage des Piraten-Abgeordneten Martin Delius teilte die Senatsverwaltung für Finanzen mit, dass die krebserregenden Asbest-Fasern in wenigen Gebäudeteilen verbaut wurden. Es bestehe aktuell kein Handlungsbedarf, da die „fraglichen Gebäudeteile nicht geöffnet oder demontiert werden“. Asbesthaltige Teile von wichtigen Einrichtungen wie den Abgasanlagen der Notstromaggregate seien bereits Anfang der neunziger Jahre erneuert worden. Eine genaue Aufstellung möglicher Altlasten ist laut Finanzverwaltung erst nach einem Ende des Flugbetriebs möglich, das sich durch die verzögerte Inbetriebnahme des BER verschiebt. So bleibt die Frage offen, ob die Asbestbelastungen Pläne möglicher Nachnutzungen durchkreuzen und eine teure Sanierung ansteht. ho

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