NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Schwarzfahrer täuscht Notfall vor



Ein Schwarzfahrer hat am Montag zwei Kontrolleure auf dem Hauptbahnhof attackiert. Dabei bediente er sich eines Tricks. Die Kontrolleure überprüften gegen 14 Uhr in der S-Bahn den 20-Jährigen, der kein gültiges Ticket hatte. Er weigerte sich, seine Personalien anzugeben, und versuchte zu flüchten, als der Zug am Hauptbahnhof hielt. Bei einem Gerangel mit den beiden Kontrolleuren täuschte der Schwarzfahrer laut Bundespolizei plötzlich einen Asthmaanfall vor und warf sich auf den Boden. Als die Kontrolleure (30 und 31 Jahre) erste Hilfe leisten wollten, griff er sie an. „Er trat seinen Opfern in den Rücken, gegen Beine und Brust und schlug ihnen mit der Faust ins Gesicht. Beide Opfer erlitten sichtbare Abschürfungen und klagten über Schmerzen“, hieß es. Ein Fahrgast half den Kontrolleuren, den Mann festzuhalten, bis die Bundespolizei da war. tabu

Eisverkäufer nach Mord verurteilt

Ein 51-jähriger Eisverkäufer muss nach dem tödlichen Angriff auf seine frühere Freundin für zehn Jahre ins Gefängnis. Mario W. sei des Mordes schuldig, stand am Dienstag für die Richter fest. Die 48-jährige Inhaberin eines Reisebüros und Eiscafés sei arg- und wehrlos gewesen, als er am 13. Januar in ihrer Wohnung in Lichterfelde plötzlich ein Messer zog. Weil W. stark alkoholisiert war, sei er aber vermindert schuldfähig gewesen. Zwei Monate vor der tödlichen Attacke hatte die Frau die Beziehung nach drei gemeinsamen Jahren beendet und ihrem Ex-Freund auch den Job in ihrem Lokal gekündigt. „Es hat ihm nicht gepasst, wie mit ihm umgegangen worden ist, es geschah aus Rache“, hieß es im Urteil. K.G.

Prozess wegen falscher Idiotentests

Verkehrssünder legten einen „Bonus“ von 1000 Euro auf den Tisch und kamen garantiert wieder zurück auf die Straße. Davon geht die Staatsanwaltschaft im Prozess gegen einen Fahrlehrer aus. Der 50-Jährige soll fünf Autofahrern, die nach Alkohol- oder Drogenfahrten den Führerschein verloren hatten, gefälschte Gutachten besorgt haben, damit sie ihren Führerschein wiederbekommen konnten. Bei den Taten zwischen Februar 2008 und Juni 2009 soll er mit einem angehenden Psychologen gemeinsame Sache gemacht haben. Vor Gericht schwieg der Fahrlehrer. Der Psychologe arbeitete als Praktikant in einem Institut, das medizinisch-psychologische Untersuchungen, kurz MPU oder auch „Idiotentest“ genannt, durchführte. Insgesamt 91 MPU-Gutachten soll der Student gefälscht haben. Im Juli 2012 erhielt er drei Jahre Haft. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig. K.G.

Feuerwehr bewahrt Kind vor Sturz

Feuerwehrleute haben in Haselhorst wohl einem Kind das Leben gerettet. Eine Anruferin hatte die Retter alarmiert, weil das zwei- bis dreijährige Kind aus einem Fenster im vierten Stock zu fallen drohte. Feuerwehrleute positionierten Sprungpolster vor dem Haus, weitere eilten in die Wohnung. Die Mutter hatte die Gefahr den Angaben nach nicht bemerkt. Die Feuerwehr warnt dringend davor, Kinder unbeaufsichtigt in Räumen mit ungesicherten Fenstern zu lassen. Tsp

Polizei klärt Einbruchserie auf

Die Polizei hat eine Serie von rund 100 Kellereinbrüchen in Spandau aufgeklärt. Ein 50-jähriger wurde festgenommen. Die Polizei hatte bereits am 9. Juli seine Wohnung durchsucht und diverses Diebesgut gefunden. Die Polizei konnte bislang 40 Taten aufklären. Das sichergestellte Diebesgut soll nun noch unbekannten Taten zugeordnet werden. Daher bittet die Polizei, dass sich weitere Opfer unter (030) 4664 - 221 555 melden. tabu

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