NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Wieder Geldautomat gesprengt:

Täter flüchteten mit Beute

Bereits 22 Geldautomaten sind in diesem Jahr in Berlin ausgeraubt und zerstört worden. Der letzte Fall ereignete sich Mittwochfrüh gegen 4.20 Uhr im Märkischen Viertel. Unbekannte sprengten den Automaten einer Postbankfiliale am Wilhelmsruher Damm. Durch die Wucht der Explosion wurden Fensterteile und Glas bis auf die andere Straßenseite geschleudert. Die Täter hatten ein Gasgemisch in den Automaten geleitet und angezündet. Danach flüchteten sie in einem Auto mit den Geldkassetten. Welche Summe sie erbeutet haben, gab die Polizei nicht bekannt. Aufgrund der Serie gründete die Polizei eine Sonderermittlungsgruppe „Giro“. Die Banden sollen bundesweit organisiert sein. tabu



Heftige Auseinandersetzung

mit Polizei bei Flüchtlingsdemo

Bei einer Solidaritätsdemonstration für Flüchtlinge durch Mitte sind deren Teilnehmer und Polizisten am Mittwochnachmittag heftig aneinandergeraten. Der Umzug begann am Flüchtlingscamp auf dem Oranienplatz unter dem Motto: „Bleiberecht für Flüchtlinge in Berlin.“ Laut Polizei blieb die Demo anfangs friedlich, doch in Höhe Jannowitzbrücke habe sich ein Teilnehmer verbotenerweise vermummt, woraufhin mehrere Beamte einschritten. Als sie den Mann festhielten, hätten mehrere Demonstranten versucht, ihn gewaltsam zu befreien. Auch sie wurden im Zuge der Auseinandersetzung vorläufig festgenommen. Die Demonstranten sprachen von „Polizeiwillkür“. Aus Protest gegen die Festnahmen zogen am Mittwochabend rund 300 Menschen durch Kreuzberg. CS

Keine Entscheidung über Schulverweis nach Messerstecherei

Im Fall der Messerstecherei am Walther-Rathenau-Gymnasium haben die Schulgremien noch nicht entschieden, ob die beiden beteiligten Schüler die Schule verlassen müssen. Nach Informationen des Tagesspiegels werden sich die Klassenkonferenzen am Montag mit dem Fall befassen und eine Empfehlung aussprechen, die dann am Dienstag von der Schulkonferenz beschlossen werden müsste. Beide Schüler gelten seit langem als Problemfälle. Wie berichtet, hatte der 14-Jährige dem älteren Schüler vergangene Woche auf dem Schulhof eine Platzwunde zugefügt, woraufhin ihm der 15-Jährige einen Stich in den Oberkörper versetzte. Das Motiv für die Tat ist noch unklar. Tsp

Wieder Suchtkranker

aus Maßregelvollzug entwichen

Erneut ist ein Patient aus dem Maßregelvollzug in Buch entwichen. Der 55-Jährige war am vorigen Freitag nicht vom Ausgang zurückgekehrt. Dies bestätigte eine Sprecherin der zuständigen Senatsverwaltung für Gesundheit. Der jetzt entwichene 55-Jährige sei mit zwei Pflegern zu einer Anhörung im Landgericht vorgeladen gewesen und habe sich dann von ihnen entfernt. tabu

Bahn baut am Wochenende

zwei Brücken aus

Die Bahn baut am Wochenende zwei Brücken am Bahnhof Schöneweide aus, die durch Neubauten ersetzt werden. Der Sterndamm wird deshalb von Freitag, 22 Uhr, bis Dienstag gegen 4 Uhr voll gesperrt. Die neuen Brücken sollen im nächsten Sommer eingehoben werden. Bis dahin bleibe der S-Bahnhof Schöneweide ein Nadelöhr, das auch zu Verspätungen im S-Bahn-Verkehr führen könne, teilte die Bahn mit. kt



Mann treibt Frau

mit Pistole vor sich her

Mit einer Schreckschusspistole hat ein vermutlich unter Drogen stehender 23-Jähriger in der Nacht zum Dienstag eine Frau in Mahlsdorf vor sich hergetrieben. Erst zwang er sie mit vorgehaltener Waffe, eine Kneipe an der Hönower Straße zu verlassen. Dann fragte er sie auf dem Bürgersteig, ob sie sterben wolle und zwang sie anschließend, ein vorbeifahrendes Auto anzuhalten. Dabei gelang es der gleichfalls 23-jährigen Frau, in den Wagen zu springen und mit Hilfe des Fahrers zu fliehen. Der mutmaßliche Täter wurde kurz darauf von herbeigerufenen Polizisten festgenommen. CS

Keine zusätzlichen Zuschüsse für die Oberstufe von Waldorfschulen

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat entschieden, dass Waldorfschulen keine Förderung beanspruchen können, die über die ihnen bislang gewährten Privatschulzuschüsse hinausgeht. Geklagt hatten zwei Waldorfschulen. Sie wandten sich dagegen, dass das Land die Zuschüsse für die Jahrgangsstufen 11 und 12 nur anhand der Personalkosten bemessen hat, die an öffentlichen Schulen in den Klassen 7 bis 10 entstehen, und nicht an den höheren Personalkosten der gymnasialen Oberstufe. Das Gerichts wies die Klage aber ab, weil der Gesetzgeber eine solche Förderung im Schulgesetz ausgeschlossen habe. Tsp

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